Ostschweizer Dialekt-Wirrwar auf Zürcher Bühne

Auf und hinter der Bühne von "Mein Name ist Eugen" sind einige Ostschweizer.
Auf und hinter der Bühne von "Mein Name ist Eugen" sind einige Ostschweizer. © ZVG/showhouse AG
Thurgauer und St.Galler stehen für das Musical “Mein Name ist Eugen” in Zürich auf der Bühne und müssen Berndeutsch reden und singen.

“Die Ostschweizer sind einfach die besten”, antwortet der Rorschacher Dominik Flaschka auf die Frage, warum er Leute aus seiner Heimat auf die Bühne holt. In Zürcher Theaterkreisen hingegen wird die Crew belächelt: “Die Ostschweizer mit ihren Musicals”, heisst es etwa. Flaschka lässt sich nicht davon unterkriegen: “Das ist mir egal. Ich weiss, was wir können.” Sein letztes Musical wurde insgesamt neun Mal für den deutschen Musicalpreis nominiert und einmal ausgezeichnet.

An die Dialekt-Witze gewöhnt

Mit von der Partie ist bei “Mein Name ist Eugen” auch erstmals der 18-jährige Hauptwiler Lehrling Remo Traber. Für seinen Auftritt als Bästeli nimmt sich Traber eine Auszeit, um ins Rampenlicht zu treten: “Ich habe mich einfach aus Neugierde am Casting gemeldet und jetzt stehe ich auf der grossen Bühne”, sagt Traber. Der Bühnenmaler-Lehrling musste feststellen, dass die Zürcher seinen Dialekt belächeln: “Es werden tatsächlich Witze über unseren Dialekt gemacht, doch habe ich mich langsam daran gewöhnt.”

Ehemaliger Beizer spielt mit

Der ehemalige Restaurantbetreiber vom “Toggi” in Gossau, der Flawiler Eric Hättenschwiler, hat es im Stück gleich doppelt schwierig: Er muss Berndeutsch sprechen und spielt nicht etwa eine Figur, sondern eine Puppe, mit der die Erwachsenen als etwas Abstraktes dargestellt werden: “Es ist eine echte Herausforderung und es macht ungeheuren Spass”, sagt Hättenschwiler. Auch er schätzt die vielen Ostschweizer im Ensemble: “Man kennt sich und wir sind mittlerweile wie eine Familie geworden.”

“Mein Name ist Eugen” feiert am Samstagabend in der Maag Eventhalle Premiere.

(rar)


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