Ostschweizer-Piloten retten über 100 Flüchtlinge

Ostschweizer Pilot hält auf dem offenen Meer Ausschau nach Flüchtlingsbooten.
Ostschweizer Pilot hält auf dem offenen Meer Ausschau nach Flüchtlingsbooten. © zvg
Letzte Woche sind vier Ostschweizer Piloten Richtung Mittelmeer gestartet – ihr Ziel.: Sie wollen Flüchtlinge auf dem Meer retten. Nun ist klar, die Initiative ist ein voller Erfolg: Die Piloten waren an der Rettung von über 100 Menschen beteiligt.


“Die ganzen Vorbereitungen und Arbeiten in den vergangenen Monaten haben sich schon jetzt gelohnt“, sagt Fabio Zgraggen, Pilot und Initiant der Humanitären Piloteninitiative HPI. Zusammen mit seinem Fliegerkollegen André Linhardt von der zivilen Seenotrettung Sea-Watch aus Deutschland konnte der Ostschweizer Pilot am Mittwoch den ersten Suchflug über dem Mittelmeer durchführen.

Diese Ostschweizer fliegen über dem Mittelmeer, um Flüchtlinge zu retten.

Diese Ostschweizer fliegen über dem Mittelmeer, um Flüchtlinge zu retten. zvg

Drei Flüchtlingsboote in Seenot entdeckt

Die beiden Piloten entdeckten während ihres fünfstündigen Fluges zwei Schlauchboote mit 125 Flüchtlingen an Bord. Die Positionen der Boote wurden von HPI der Rettungsleitstelle MRCC Roma gemeldet, welche weitere Schritte für eine Rettungsaktion einleitete.

Ein Flüchtlingsboot, das die Piloten gesichtet haben.

Ein Flüchtlingsboot, das die Piloten gesichtigt haben. ©zvg

Weitere Einsätze geplant

Die Bilanz des ersten Fluges und die Einschätzungen von Behörden und anderen zivilen Rettungsorganisationen zeigen, dass die Flüchtlingssituation am Mittelmeer weiterhin angespannt bleibt. Gute Wetterprognosen und eine ruhige See lassen vermuten, dass in den kommenden Tagen und Wochen weitere Flüchtlinge eine Mittelmeerüberfahrt wagen werden. Die Ostschweizer Piloten werden deshalb weitere Suchflüge durchführen.

(lak)


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