Ostschweizer Talente an der «photo18»

Seine Tropfenbilder stellt Kay Appenzeller ab morgen Freitag, 12. Januar an der Photo18 in Zürich aus.
Seine Tropfenbilder stellt Kay Appenzeller ab morgen Freitag, 12. Januar an der Photo18 in Zürich aus. © Kay Appenzeller
An der grössten Schweizer Werkschau für Fotografie in Zürich stellen dieses Jahr unter anderem elf Fotografen aus dem FM1-Land aus. Kay Appenzeller aus St. Gallen gehört zu den jüngsten Ausstellern an der «photo18 Zürich».

Von Freitag, 12.1. bis Dienstag, 16.1. zeigen rund 200 Fotografen ihre Werke an der «photo18 Zürich». An der jährlich stattfindenden Ausstellung werden aktuelle Werke von vorwiegend Schweizer Fotografen präsentiert, wobei sowohl Profis als auch Amateure die Möglichkeit haben teilzunehmen. Heuer sind unter anderem elf Ostschweizer vertreten.

Einer der Aussteller ist Kay Appenzeller aus St. Gallen. Der 28-Jährige arbeitet als Maschinenbauingenieur und fotografiert in seiner Freizeit. An der «photo18» wird er 13 Bilder zum Thema «Tropfen» ausstellen. Mit diesen Motiven ist er ein Exot unter den 200 Teilnehmern: «70 bis 80 Prozent der Aussteller haben Menschen fotografiert. Von denjenigen, die andere Motive fotografiert haben, bin ich der einzige, der Tropfen fotografiert hat», sagt Kay.

Aufwändige Fotosessions

Für das perfekte Foto nimmt Kay einigen Aufwand in Kauf. So muss für den perfekten Tropfen beispielsweise die Flüssigkeit eingedickt und das Licht optimal eingestellt werden. «Schlussendlich kommt es aber auf den perfekten Moment an. Ein Tropfen verändert sich beinahe stetig – man muss genau die richtige Millisekunde für den idealen Moment abpassen», sagt Kay. Am Ende ist seine Tropfenfotografie deshalb vor allem eine Frage der Technik: «Vor 10 oder 15 Jahren wäre das so nicht möglich gewesen. Zusätzlich arbeite ich auch mit einer Software, um den perfekten Augenblick zu erwischen.»

Seine fertigen Bilder hat Kay im vergangenen Jahr als Bewerbung bei «photo Zürich» eingereicht. «Ich habe mir gedacht, ich versuche es einfach einmal. Dass es geklappt hat, hat mich sehr gefreut», sagt Kay. Sein Ziel für die Ausstellung ist es vor allem, Kontakte zu knüpfen: «Letztes Jahr hatte die Werkschau gut 27’000 Besucher. So ein Publikum erhält man als Hobbyfotograf nicht alle Tage.»

Das Hobby vielleicht irgendwann zum Beruf machen

Die Fotografie ist ein Hobby, das viel Zeit in Anspruch nimmt. «Momentan ist es aber definitiv einfach ein Hobby, das ich nebenbei mache. Seit kurzem habe ich auch ein eigenes kleines Fotostudio, wo ich mich ausleben kann. In unserer WG wurde der Platz für meine Ausrüstung langsam knapp», sagt Kay und lacht. Zu einer Karriere als Fotograf würde der St. Galler nicht nein sagen: «Vorerst bleibe ich Hobbyfotograf. Langfristig würde mir der Gedanke, mein Hobby zum Beruf zu machen, aber schon gefallen.» Wer weiss, vielleicht ergibt sich durch die «photo18» ja eine Chance?

Neben Kay Appenzeller nehmen auch noch weitere Aussteller aus dem FM-Land an der «photo18 Zürich» teil. Es sind Beat Belser (St. Gallen), Joshua Loher (Balgach), Hanspeter Schachtler (Wattwil), Giancarlo Cataneo (St. Moritz), Michael Dornbierer (St. Gallen), Fatma Karakus (Igis), Mathias Kunfermann (Thusis), Selina Lötscher (aufgewachsen in Graubünden), Stefanie Blochwitz (Fidaz) und Vrena Mathis-Schwarz (Klosters). Zu sehen sind die ausgestellten Werke in der Halle 622 und der StageOne in Zürich Oerlikon. Weitere Infos zur «photo18» gibt es hier.

 

(anh)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen