Pädu grüssen auf der Strasse mehr Leute als den Thuner Stapi

Beat "Pädu" Anliker, seit 30 Jahren Betreiber der Café Bar Mokka, ist in Thun bekannt wie ein bunter Hund. Höchste Zeit, dass er jetzt den Thunpreis erhält - auch wenn er es mit den behördlichen Bewilligungen für Konzerte nicht immer so genau genommen hat. (Archivbild)
Beat "Pädu" Anliker, seit 30 Jahren Betreiber der Café Bar Mokka, ist in Thun bekannt wie ein bunter Hund. Höchste Zeit, dass er jetzt den Thunpreis erhält - auch wenn er es mit den behördlichen Bewilligungen für Konzerte nicht immer so genau genommen hat. (Archivbild) © KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Pädu Anliker, der seit 30 Jahren das Kulturlokal Mokka in Thun führt, erhält am 1. November den Thunpreis. Dass ihn die Behörde ehrt, die ihn als unbotmässigen Veranstalter oft geärgert hat, stört ihn nicht. «Mich grüssen auf der Strasse mehr Leute als den Stapi».

Der Preis ist zwar undotiert, schaffe aber mehr Aufmerksamkeit als die 210’000 Franken Subvention, die das Konzertcafé jährlich erhalte, sagte Anliker dem «Bund». Und Aufmerksamkeit kann das Mokka brauchen. Denn «der Generation Spotify ist es nicht mehr wichtig, Musik von jemandem mit Ahnung serviert zu bekommen».

Deshalb ist sich Anliker auch nicht sicher, ob das Mokka-Jubiläumskonzert vom 18. November mit Element of Crime ausgebucht sein wird. Denn es findet im Kultur- und Kongresszentrum statt, in einem viel grösseren Saal als dem im Mokka. «Das war vielleicht eine blöde Idee», gab er gegenüber dem «Bund» zu bedenken.

(SDA)


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