Papa Molls «Sohn» hat viele Talente

Von Angela Müller
Die drei Kids von Papa Moll: Luna Paiano, Maxwell Mare und Yven Hess.
Die drei Kids von Papa Moll: Luna Paiano, Maxwell Mare und Yven Hess. © PD
800 Kinder haben sich am Casting von Papa Moll für eine Rolle beworben. Yven Hess hat sich die Rolle als älterster Sohn Willy geschnappt. Der Ostschweizer freut sich riesig auf die Filmpremiere am Donnerstag-Abend.

Mit viel Klamauk, einem verklärten Blick auf die 50er-Jahre und einem definitiv rückwärtsgewandten Frauenbild – so kommt der neue Schweizer Weihnachtsfilm Papa Moll daher. Bei der Realverfilmung der Zeichentrick-Figur sind Schweizer Schauspielgrössen wie Stefan Kurt, Martin Rapold  oder Erich Vock dabei. Der Film erhält durchaus positive Bewertungen, doch Kritiker sind sich einig, die eigentlichen Stars sind Maxwell Mare, Luna Paiano und Yven Hess, die die Kids von Papa Moll spielen. Letzterer kommt aus dem thurgauischen Balterswil.

Endlich kommt der Film ins Kino

Im TVO-Talk bei Moderatorin Natascha Verardo ist Yven Hess am Donnerstag pünktlich zur Filmpremiere mit seiner Mutter Patricia Wilhelm zu Gast (ab 18.00 Uhr, stündlich wiederholt). Gedreht wurde Papa Moll unter der Regie von Flurin Hendry bereits von Anfang August bis Ende September 2016. Dass der Film nun endlich ins Kino kommt findet Yven «megacool».

Der heute 15-Jährige gibt sich selbstbewusst auf die Frage, weshalb gerade er es geschafft hat, eine Rolle zu bekommen, wenn doch die Konkurrenz von 800 Kindern riesengross war. «Ich glaube nicht, dass das einfach Zufall war.»

Auch seine Mutter Patricia Wilhelm ist vom Talent ihres Sohnes überzeugt: «Er hat sich schon als kleiner Junge dauernd verkleidet und sich in Rollenspiele vertieft.» Doch Yven hat noch andere Talente: «Er zeichnet und singt hervorragend», sagt die Mutter. Für den Jungen ist klar, dass er gerne einmal Schauspieler werden will. Doch vorerst gibt er sich bodenständig, was seine Zukunftspläne anbelangt: «Ich werde zuerst eine vernünftige Ausbildung absolvieren, nächstes Jahr starte ich nach Abschluss der Sekundarschule mit dem gestalterischen Vorkurs an der GBS in St. Gallen». Er will Grafiker werden.

Sein Vorbild ist Erich Vock

Bei Papa Moll stand Yven Hess zum ersten Mal vor der Kamera. «Ich hatte auch noch nie eine Rolle auf einer grösseren Bühne», sagt er. Doch ins Theater ging und geht er liebend gerne. Sein Vorbild: Erich Vock. «Es hat mich riesig gefreut, als ich erfahren habe, dass Vock mitspielt», sagt Yven. Vock mimt im Film einen tolpatschigen Dorfpolizisten. Der 15-Jährige hat einiges von den Schauspielern auf dem Set gelernt. «Zum Beispiel, dass man immer professionell bleiben muss und nicht auf dem Set rumjammern kann, weil es einem gerade nicht passt.»

Schwierig fand es Yven, einen schreckhaften, zurückhaltenden Jungen zu spielen, wie es der älteste Sohn Willy von Papa Moll ist.  «Im realen Leben bin ich nicht so und ich hätte als Willy gerne manchmal gesagt: «Also, so geht das nicht.»

 


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