Pendeln damals und heute

Von Erika Pál
Pendeln ist in der Schweiz Alltag. Neun von zehn Angestellte tun es.
Pendeln ist in der Schweiz Alltag. Neun von zehn Angestellte tun es. © (Kestone/Salvatore Di Nolfi)
Berufstätige in der Schweiz leben heute noch kaum am selben Ort, an dem sie arbeiten. Ganz anders vor 45 Jahren, wie ein Film von SRF zeigt. Der Pendler war damals ein “unbekanntes Wesen”. Ein Vergleich.

Die Distanz zwischen Wohnsitz und Arbeitsstätte hat in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen. Pendeln gehört bei den meisten Arbeitnehmern zum Alltag.

Ganz anders im Jahr 1971. Die Sendung “Antenne” des Schweizer Fernsehens begleitete einen Pendler von seiner Wohnung in Dietikon bis nach Zürich an seinen Arbeitsplatz. Anscheinend war das zu dieser Zeit so aussergewöhnlich, dass es ein Bericht wert war.

Fakten zum Film

Gerold Künzler ist 28 Jahre alt, Kaufmann von Beruf und wohnt in Dietikon. 1971 gehörte er damit zu den “unbekannten Wesen”, die zu ihrem Arbeitsplatz pendeln mussten. Täglich fuhr er mit seinem Auto zwölf Kilometer von seiner Wohnstätte in die Stadt. Zwölf Kilometer!

Ein sehr hübsches Quote aus dem Film: “Gerold Künzler sieht seine Familie nur abends und an den Wochenenden.”

 

Auch bei FM1Today haben wir solche unbekannte Wesen. Sogar mehrere. Eine davon ist unsere People-Redaktorin. Für uns hat sie ihren täglichen Weg zur Arbeit mit dem iPhone festgehalten:

Aufstehen. Der Wecker klingelt um 5.41 Uhr in Zürich Wiedikon.

 

Der Hund kann es nicht lange halten und muss noch vor der eigenen Morgentoilette raus.

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6.14 Uhr. Warten auf den Zug, der zum Hauptbahnhof Zürich fährt.

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6.16 Uhr. Es geht los.

 

Schöne Aussichten…wenn man in der S-Bahn im unteren Abteil steht.
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Zürich: Das Gerangel auf der Rolltreppe. Ein allmorgendlicher Kampf gegen die Zeit und unbekannte Ellenbögen.

 

Im Hauptbahnhof angekommen, reicht die Zeit gerade noch um ein Gipfeli zu holen.
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6.33 Uhr. Der nächste Zug. Diesmal für länger. Genauer gesagt 1h 5 Minuten. Zürich HB, Flughafen, Winterthur, St. Gallen.
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In St.Gallen angekommen, reiht man sich in das Pendler-Rudel ein und läuft mit dem Strom.
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Als Info für Zwischendurch: Der Temperaturunterschied zwischen Zürich und St.Gallen beträgt drei bis vier Grad. 


Das Pendler-Rudel hat sich nun aufgelöst und jeder zieht in sein Territorium.

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Bei unserer Redaktorin heisst das, warten auf das nächste öV. Diesmal auf den Bus nach Abtwil.
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Kurzer Check. Hund noch da?
Da.
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Angekommen. An der Bushaltestelle Russen.
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Ein kleiner Spaziergang zum Bürogebäude.
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7.52 Uhr Ankunft in der Redaktion.
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Los geht’s!

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Total unterwegs: 1h 41 Minuten
Benötigte öV: drei.

(red)


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