Peter Zeidler steht beim FC Sion unter Druck

Wie lange hält die Partnerschaft zwischen Präsident Christian Constantin und Trainer Peter Zeidler beim FC Sion noch?
Wie lange hält die Partnerschaft zwischen Präsident Christian Constantin und Trainer Peter Zeidler beim FC Sion noch? © KEYSTONE/LAURENT GILLIERON
Zweieinhalb Wochen vor dem Cup-Halbfinal im Tourbillon treffen Luzern und Sion in der 25. Runde der Super League aufeinander. Im Duell um Platz 3 ist Sions Trainer Peter Zeidler unter Zugzwang.

Platz 3 in der Meisterschaft sowie die Chance auf den Einzug in den Cupfinal: Der FC Sion befindet sich vor den finalen Wochen der Saison in einer guten Ausgangslage – könnte man meinen. Nichtsdestotrotz weht im Rhonetal Sions Trainer Peter Zeidler eine steife Brise entgegen. Drei Niederlagen in der Rückrunde, zwei davon zuletzt zuhause in Folge, haben gereicht, um im Wallis wieder einmal eine Trainerdiskussion zu entfachen.

Wer den Aktionismus von Christian Constantin kennt, weiss, dass der Geduldsfaden des Walliser Patrons schnell reissen kann. Der Totomat entscheide über die Zukunft des Trainers, pflegt der Präsident bekanntlich zu sagen. Verliert Sion in Luzern zum dritten Mal in Folge in der Meisterschaft und rutschen die Walliser in der Tabelle auf Rang 4 ab, sieht CC womöglich sein Saisonziel in Gefahr: Platz 2 und die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation oder den 14. Cupsieg. «Alles ist möglich. Ich weiss nicht, was in meinem Kopf passieren wird», sagte Constantin.

Der Trainer selbst will die Lage nicht dramatisieren: «Was uns fehlt, sind die Tore.» Im Spiel seiner Mannschaft erkennt der ehemalige Assistent von Ralf Rangnick in Hoffenheim trotz der Niederlagen gegen St. Gallen und Basel durchaus Fortschritte. Und geht es um seinen Job, verweist der 54-Jährige auf die Fakten: «Als ich kam, waren wir Tabellenletzter, jetzt liegen wir auf Platz 3.»

Während die Positionen an der Tabellenspitze bezogen sind, spitzt sich die Lage am Tabellenende zu. Eine Woche nach Vaduz zogen auch die Grasshoppers die Notbremse und ersetzten den glücklosen Pierluigi Tami durch Carlos Bernegger. Der impulsive gebürtige Argentinier soll das Feuer in das Spiel der Zürcher zurückbringen. «In gewissen Situationen bin ich inzwischen aber weniger heissblütig als früher», sagte Bernegger vor seinem Debüt. Seinen bislang letzten Super-League-Auftritt als Trainer hatte der 48-Jährige am 5. Oktober 2014, ehe er in Luzern entlassen wurde.

Unter Bernegger soll es für den Rekordmeister endlich mit dem ersten Sieg in der Rückrunde klappen. Der Vorsprung auf das Tabellenende ist auf bedrohliche drei Punkte geschrumpft. «Alle anderen Teams sind sich den Abstiegskampf gewohnt – GC nicht», sagte Bernegger, der die Ausgangslage aber nicht nur als Gefahr, sondern auch als Chance sieht. Nur wer in der Lage sei zu leiden, schaffe es, sich aus einer solchen Situation zu befreien und zu wachsen.

(SDA)


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