Pizza könnte Weltkulturerbe werden

Die Pizza Margherita kandidiert für den Titel «Unesco-Weltkulturerbe»
Die Pizza Margherita kandidiert für den Titel «Unesco-Weltkulturerbe» © iStock
Die Pizza Margherita soll diese Woche zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt werden. Konkurrenz erhält die Pizza unter anderem von der Basler Fasnacht.

Die Pizza, so sagt der italienische Verband, sei nicht nur einfach ein mit Tomatensauce bestrichenes Brotfladen, vielmehr ist in ihr Tradition und Kultur aus mehreren Jahrhunderten zusammengefasst. Wie die Initianten betonen, hätten sie sich wegen der vielen Plagiatsfälle im Ausland zu einer Kandidatur entschieden. Durch die Aufnahme in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes soll Italiens gastronomisches Wahrzeichen international geschützt werden. In Italien rechnet man sich gute Chancen aus, dass die Pizza schon bald zum Unesco-Weltkulturerbe gehört.

Zwei Millionen Unterschriften

Um die Kandidatur der Pizza für die Aufnahme in die Unesco-Liste zu unterstützen, wurden zwei Millionen Unterschriften gesammelt. Wenn man es ganz genau nehmen würde, so würde nicht die Pizza selbst in die Liste der immateriellen Weltkulturgüter aufgenommen, sondern die Kunst der neapolitanischen Pizzabäcker.

Auch die Schweiz macht mit

Über 30 Länder haben Vorschläge eingereicht für besondere Kulturgüter, welche es zu schützen gilt. Diese Kulturgüter werden in eine Liste eingetragen, auf der Volksbräuche, traditionelle Handwerkskünste und Ähnliches verzeichnet sind.

Unter den diesjährigen Bewerbern ist auch die Schweiz. Sie will die Basler Fasnacht zum Unesco-Weltkulturerbe erklären lassen. Wie die Italiener rechnen sich auch die Schweizer gute Chancen aus. Auf der Webseite «Basler Fasnachts Welt» heisst es: «Mit Blick auf die 16 Fasnachts-Traditionen aus Belgien, Bolivien, Brasilien, Dominikanische Republik, Frankreich, Italien, Kolumbien, Kroatien, Österreich, Tschechien, Ungarn und Venezuela, die bereits auf der Liste stehen, dürfen wir zuversichtlich sein, dass die Basler Fasnacht diese Auszeichnung Ende 2017 als zweites Brauchtum der Schweiz, nach den ‘Fêtes des Vignerons’, ebenfalls erhält.»

Mit diesem Video hat sich die Schweiz beworben:

Welche der 35 Kulturgüter am Ende in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen werden, ist noch offen. In diesen Tagen beraten die Delegierten des Unesco-Kulturausschusses auf der Insel Jeju südlich der südkoreanischen Halbinsel, ob die Pizza oder die Basler Fasnacht in das Verzeichnis aufgenommen werden. Laut der «Basler Zeitung» ist bis am Freitag mit einem offiziellen Entschied zu rechnen.

(red.)


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