Pläne für Basler Hafen-Containerterminal sollen im August aufliegen

Der Rheinhafen Kleinhüningen in Basel hat derzeit kleinere Containerterminals; spätestens 2020 ist seine Kapazitätsgrenze erreicht. (Archivbild)
Der Rheinhafen Kleinhüningen in Basel hat derzeit kleinere Containerterminals; spätestens 2020 ist seine Kapazitätsgrenze erreicht. (Archivbild) © KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT
Die Pläne für das neue trimodale Containerterminal beim Basler Rheinhafen sollen im August aufgelegt werden. Die Träger haben das Gesuch dazu beim Bund eingereicht. Sie rechnen mit grünem Licht noch in diesem Jahr. Das Gesuch für das Plangenehmigungsverfahren war am 9.

Mai beim Bundesamt für Verkehr (BAV) eingereicht worden, wie am Donnerstag an einer Medienkonferenz der Trägerunternehmung Gateway Basel Nord zu erfahren war – dieser gehören SBB Cargo, Hupac AG und Contargo AG an. Durchführen dürfte das vierwöchige Verfahren der Kanton Basel-Stadt.

Das Terminal soll zunächst für Lastwagen und Bahn erstellt werden, dies in zwei Ausbaustufen: 2019 soll es in Betrieb genommen werden für 140’000 Container-Einheiten (TEU) und 2021 auf 210’000 TEU erweitert werden. 2022 soll der Schiffsanschluss mit einem neuen Hafenbecken dazukommen, was die Kapazität auf 390’000 TEU steigern soll.

Die Kosten für die erste bimodale Ausbauphase liegen unverändert bei 73 Millionen Franken; für die zweite bimodale Phase liegen sie noch nicht vor. Die Kostenschätzung für den Hafen-Anschluss als dritte Phase ist auf 111 Millionen Franken angestiegen. Für den bimodalen Teil werden Bundeszuschüsse von bis zu 80 Prozent erhofft, für den Schifffahrtsteil bis zur Hälfte.

Das Terminal kommt auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Weil am Rhein zu stehen. Den Boden hatte SBB Cargo eigens der DB abgekauft für ein solches Terminal. Es soll das erste in der Schweiz werden, das europäische Normzüge von 750 Metern Länge am Stück abfertigen kann, wie es weiter hiess – das senke Kosten.

Neue Terminals sind nötig, um die stark wachsenden Containermengen auf Strasse, Schiene und Rhein zu bewältigen. Man geht von einer Verdoppelung der Containermengen zwischen 2012 und 2030 aus. Das neue Terminal hätte ursprünglich fertig sein sollen, wenn 2016 die Neue Eisenbahn-Alpentransversale der Bahn (NEAT) eröffnet wird.

(SDA)


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