Pläne für Udo Jürgens-Museum auf Eis gelegt

Udo Jürgens (r), sein Manager Freddy Burger und die TV-Journalistin Vera Russwurm in Jürgens' Zürcher Stadtwohnung. Die Erben des verstorbenen Entertainers haben die legendäre Loge nun gekündigt und den Acryl-Flügel abtransportiert (Archiv).
Udo Jürgens (r), sein Manager Freddy Burger und die TV-Journalistin Vera Russwurm in Jürgens' Zürcher Stadtwohnung. Die Erben des verstorbenen Entertainers haben die legendäre Loge nun gekündigt und den Acryl-Flügel abtransportiert (Archiv). © /KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT
Offenbar hat es Pläne gegeben, in der Zürcher Wohnung von Udo Jürgens (1934-2014) ein Museum zu seinem Gedenken einzurichten. Für die Hinterbliebenen ist das Projekt gestorben: Wegen eines Streits ist das Erbe blockiert und die Wohnung ist unerschwinglich.

Der Mietvertrag wurde von den Hinterbliebenen gekündigt und die Wohnung Anfang Oktober geräumt, wie der “SonntagsBlick” schreibt. Der Mietzins der schmucken Fünfzimmerwohnung hoch über dem Sechseläuteplatz wird von Fachleuten auf 10’000 Franken pro Monat geschätzt – ein ganz schöner Batzen für eine Erbengemeinschaft, die vorerst kein Geld sieht.

Blockiert ist die Auszahlung, weil Jürgens’ jüngste Tochter, Gloria Burda, das Testament angefochten hat. Sie will gemäss “SonntagsBlick” vom Status der Vermächtnisnehmerin auf den der Erbin hochgestuft werden.

Was mit dem Mobiliar aus Jürgens’ Corso-Wohnung – darunter der berühmte Acryl-Flügel – geschieht, konnte die Zeitung nicht in Erfahrung bringen. Womöglich wird das Museums-Projekt von anderer Seite realisiert? Als Wohnraum, so die Zürcher Liegenschaftsverwaltung, taugt das Domizil jedenfalls nicht: Die Lärmemission des darunterliegenden Nachtclubs sei zu hoch.

Auch Udo Jürgens nutzte die Wohnung nicht zum Schlafen, sondern nur noch für Partys und Interviews.

(SDA)


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