Plätze werden beschränkt

Asylzentrum in Amden
Asylzentrum in Amden © KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
Zwar gibt es in Amden ein Asylzentrum aber die Anzahl Plätze wird beschränkt. Das Baudepartement hat abgelehnt, auf das Asylzentrum zu verzichten, jedoch dürfen insgesamt nur 80 Personen untergebracht werden.


Gemäss Baugesetz braucht es eine Baubewilligung, wenn eine Zweckänderung Auswirkungen auf die Umgebung habe oder der Benutzerkreis vergrössert werde. Dies trifft laut dem Gemeinderat von Amden auch auf die Bergruh zu, weil der Kanton im Kurhaus mit seinen 80 Betten in Zukunft bis zu 120 Asylsuchende unterbringen will.

Das St. Galler Baudepartement hat nun der Gemeinde Recht gegeben und einen Rekurs des Migrationsamtes teilweise abgewiesen. Jürg Eberle, Leiter des Migrationsamtes, bestätigte einen entsprechenden Bericht der “Südostschweiz” von heute, Donnerstag.

Abgewiesen wurde laut Eberle aber auch der Rekurs eines Anwohners, der gefordert hatte, dass das ehemalige Kurhaus nicht als Asylzentrum genutzt werden dürfe. Die Entscheide sind noch nicht rechtskräftig. Die Parteien haben 14 Tage Zeit, Beschwerde einzulegen.

Das Migrationsamt wird laut Eberle fast sicher darauf verzichten und bei der Gemeinde eine Baubewilligung für die Umnutzung des Kurhauses beantragen. Anfang Januar dürfen 80 Asylsuchende auch ohne Baubewilligung in das ehemalige Kurhaus einziehen. Die Absicht des Kantons sei es aber, durchschnittlich 100 Personen in Amden unterbringen zu können, sagte Eberle.

Der Kanton hat die zusätzlichen Betten bitter nötig. Obwohl innerhalb eines Jahres die Bettenzahl von 330 auf 850 aufgestockt wurde, sind die Zentren zurzeit zu 130 bis 140 Prozent ausgelastet. Mehr als 1100 Asylsuchende muss der Kanton St. Gallen zurzeit unterbringen.

(red/SDA)

TVO-Beiträge zum Asylzentrum in Amden:




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