Plastiksäcke kosten in Zukunft

Die Säckli sollen kosten.
Die Säckli sollen kosten. © KEYSTONE/Christian Beutler
Ob ein kleiner Einkauf in der Migros oder ein Sandwich im Coop – die kleinen Plastiksäcke an der Kasse sind praktisch und auch noch gratis. Dies soll sich jetzt ändern. In Zukunft soll man für die Säcke zahlen müssen.

Der Branchenverband des Detailhandels – die Swiss Retail Federation – möchte die Plastiksäcke an der Kasse kostenpflichtig machen. Der Nationalrat hat ein komplettes Verbot der Wegwerf-Plastiksäcken abgelehnt, nachdem der Branchenverband einen Gegenvorschlag präsentierte. Ziel des Gegenvorschlages ist es, die Menge der Plastiksäcke zu reduzieren – jedoch nicht mit einem ganzheitlichen Verbot, sondern mit der Einführung von kostenpflichtigen Plastiksäcken .

Dadurch sollen die Kunden unter anderem häufiger eigene Einkaufstaschen mitnehmen. Wie Pilotversuche zeigen, kann dadurch eine Reduktion der Abgabemenge um rund 80 Prozent erreicht werden. Dadurch könne man dasselbe Ziel erreichen, das die EU sich bis ins Jahr 2025 gesetzt hat.

Weiterhin abgegeben werden Plastiksäcke, die im Offenverkauf verwendet werden – wie beispielsweise Säcke bei Gemüse und Früchten oder beim Kebab-Laden. Einkäufe, die planbar seien, sollen mit kostenpflichtigen Säcken erledigt werden. Für Spontankäufe sollen weiterhin kostenlose “Säckli” verwendet werden dürfen.

Den Initianten fehlt nun nur noch die definitive Abschreibung der alten Motion durch den Ständerats. Anschliessend werde der Branchenverband den Entwurf endgültig ausarbeiten und so rasch wie möglich umsetzen.

(red)


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