Pokémon Go verkauft User-Daten an McDonald’s

Pokémon Go verkauft User-Daten an McDonald’s
© EPA/JUSTIN LANE
Datenschützer schlagen Alarm: Pokémon Go sammelt sämtliche Daten der Natel-Benutzer und verkauft diese unter anderem an McDonald’s. Jetzt ist dem Anbieter eine Frist gesetzt worden.

“Pokémon Go ist in allererster Linie eine gigantische Datensammelmaschine, vor deren potenziellen Möglichkeiten man nur warnen kann”, sagte eine deutsche Datenschutzbeauftragte dem “Handelsblatt”.

Das Spiel verlange nicht nur Zugriff auf Kamera und Mikrofon des Handys, sondern speichere auch “sehr genau und detailliert” Geo-Daten seiner Nutzer. “Da es sich um einen aussereuropäischen Anbieter handelt, fehlt uns bislang der juristische Hebel, da aktiv zu werden”, sagte Hansen. Die Spiel-Macher könnten mit Pokémon Go die Nutzer “regelrecht lenken”, warnte sie.

Zusammenarbeit mit McDonald’s

In Japan kooperiere McDonald’s bereits mit dem Spieleentwickler, vor jeder Filiale locke ein sogenannter Pokestop. Pokémon Go beweise “eindrücklich, wie man heute mit wenig Aufwand grosse Kundenströme steuern kann”.

Frist bis zum 9. August

Auch Konsumentenschützer hatten das Spiel wegen seiner Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen bereits kritisiert. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzvb) mahnte 15 Klauseln darin ab, da sie “nach deutschem Recht unzulässig” seien. Der Verband setzte der US-Firma Niantic, die das Spiel entwickelt hat, eine Frist bis zum 9. August, um eine Unterlassungserklärung abzugeben. Andernfalls wollen die Konsumentenschützer eine Klage einreichen.

Pokémon Go animiert die Spieler, mit ihrem Smartphone durch die Gegend zu laufen und in der “echten Welt” versteckte Pokémon-Figuren “einzufangen”. Die App hat weltweit einen Hype ausgelöst.

(red)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen