Polizei fasst Baby-Quäler

Der «Baby-Quäler» ist wieder in Haft.
Der «Baby-Quäler» ist wieder in Haft. © Kapo ZH
Letzte Woche ist ein gewalttätiger Häftling aus einer Psychiatrischen Klinik in Winterthur geflohen, eine Woche später am Mittwochabend konnte die Polizei den Flüchtigen in Zürich verhaften.

Die Zürcher Polizei hat am frühen Mittwochabend in Zürich den 32-jährigen gesuchten Häftling verhaften können. Dies dank der Untersützung der Bevölkerung, wie die Kantonspolizei Zürich schreibt. Der Mann war eine Woche zuvor aus der Klinik Schlosstal in Winterthur geflüchtet. Gegen ihn läuft bei der Staatsanwaltschaft Appenzell eine Strafuntersuchung.

Freiheitsstrafe von fünf Jahren

Laut der Justizdirektion des Kantons Zürich wurde der 32-jährige Mann letztes Jahr in Trogen erstinstanzlich zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. Die Staatsanwaltschaft warf ihm damals vor, den 12 bis 14 Monate alten Sohn seiner Lebenspartnerin gequält zu haben. Das Kind habe dabei Verbrennungen erlitten, es sei getreten, gebissen und an den Ohren hochgehoben worden. Auch wurde das Baby zigmal geohrfeigt. Der Angeklagte bestritt damals Teile der Vorwürfe. Es tue ihm leid, er sei mit der Situation überfordert gewesen. Die zuständige Staatsanwaltschaft zog das Urteil weiter ans Obergericht.

Von Ausserrhoden nach Zürich

Der 32-jährige Mann wurde nach seiner Verurteilung aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden in die Justizvollzugsanstalt Pöschwies im Kanton Zürich eingewiesen. Der Häftling hatte sich im Gefängnis aufgrund einer disziplinarischen Sanktion im Arrest befunden und wurde von Ärzten wegen Selbstmordgefahr in eine psychiatrische Klinik versetzt.

(red.)


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