Polizei findet Sprengstoffspuren und -gürtel in Brüsseler Wohnung

Aussenansicht des Bataclan Café und Konzertlokal, wo sich am 13. November 2015 einer der Terroranschläge ereignet hatte
Aussenansicht des Bataclan Café und Konzertlokal, wo sich am 13. November 2015 einer der Terroranschläge ereignet hatte © KEYSTONE/EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON
Die belgische Polizei hat nach den Pariser Terroranschlägen Spuren von Sprengstoff in einer Wohnung in Brüssel gefunden. Bei der Durchsuchung am 10. Dezember seien auch “drei handgefertigte Gürtel” zum möglichen Transport von Sprengstoff gefunden worden.

Darüber hinaus sei ein Fingerabdruck von Salah Abdeslam entdeckt worden, der an den Anschlägen in Paris beteiligt war und seither auf der Flucht ist. Die Wohnung befindet sich laut Angaben der belgischen Staatsanwaltschaft vom Freitag im dritten Stock eines Hauses im Stadtteil Schaerbeek im nordöstlichen Teil Brüssels.

Dort seien Materialien gefunden worden, “die zur Herstellung von Sprengstoff benutzt werden können sowie Spuren von TATP”. Dieses Acetonperoxid ist ein Sprengstoff, der leicht entzündet werden kann.

Die Wohnung sei unter Angabe einer falschen Identität gemietet worden, erklärte die belgische Bundesstaatsanwaltschaft weiter. Sie sei womöglich von einem Verdächtigen genutzt worden, der bereits in dem Fall in Haft genommen worden sei.

Bei den Pariser Anschlägen vom 13. November auf eine Konzerthalle, Restaurants und vor dem Fussballstadion Stade de France waren 130 Menschen getötet worden. Die meisten Attentäter sprengten sich selbst in die Luft, einige wurden getötet.

Von dem aus Brüssel stammenden Hauptverdächtigen Abdeslam fehlt dagegen jede Spur. Zu den Anschlägen bekannte sich die IS-Terrormiliz.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen