Polizei hat zwei konkrete Hinweise auf Terroranschlag in München

Warnung am Silvesterabend: Polizei in München hat Hinweise auf einen geplanten Terroranschlag. (Archiv)
Warnung am Silvesterabend: Polizei in München hat Hinweise auf einen geplanten Terroranschlag. (Archiv) © KEYSTONE/EPA DPA/MATTHIAS BALK
Die Polizei in München hat am Silvesterabend nach Angaben eines Sprechers zwei konkrete Hinweise auf einen Terroranschlag in der Stadt bekommen. Es gebe “verlässliche Hinweise” auf eine Tätergruppierung, sagte eine Sprecherin der Polizei München am Donnerstagabend.

“Wir haben konkrete Hinweise, die wir nicht unter den Teppich kehren können”, sagte die Sprecherin. Daraufhin seien in kürzester Zeit Massnahmen ergriffen worden. Dazu zählte die Evakuierung des Hauptbahnhofs und des Bahnhofs Pasing. Derzeit fahren den Angaben zufolge die Züge am Hauptbahnhof und am Pasinger Bahnhof nicht mehr.

Der Sprecherin zufolge kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass mögliche Attentäter sich nun ein anderes Ziel suchten. Nähere Einzelheiten zu dem Anschlagshinweis und von wem der Hinweis kam, wollte die Polizei nicht mitteilen.

Polizisten fingen derweil an, das Gelände um den Bahnhof freizuräumen. Sie baten die Menschen, die sich zunächst noch in der Nähe des Gebäudes aufgehalten hatten, die Gegend zu verlassen. Der Hauptbahnhof selbst war abgeriegelt, Einsatzkräfte mit schweren Waffen sicherten die Eingänge. Auf Fragen von Touristen, wann am Hauptbahnhof wieder Züge fahren werden, gaben die Beamten keine konkreten Auskünfte.

Im Sozialen Netzwerk Facebook erklärte die Polizei: “Aufgrund ernst zu nehmender aktueller Hinweise geht die Münchner Polizei von der Gefahr eines Terroranschlages im Bereich München aus. Nach vorliegenden und von uns als ernst bewerteten Informationen soll es diese Nacht zu einem Anschlag kommen.” Über das Internet wollte die Polizei die Öffentlichkeit auf dem Laufenden halten.

Wegen erhöhter Anschlagsgefahr gelten für alle Silvesterfeiern in europäischen Grossstädten erhöhte Sicherheitsmassnahmen. In Brüssel war das Silvesterfeuerwerk wegen Terrordrohungen abgesagt worden.

Noch am Donnerstag hatte die Münchner Polizei erklärt, in der Silvesternacht werde es im Vergleich zu den Vorjahren keine erhöhten Sicherheitsvorkehrungen geben. Allerdings seien auch in diesem Jahr deutlich mehr Beamte als an anderen Tagen in Bereitschaft. In München wird eher dezentral an verschiedenen Orten gefeiert, darunter am Marienplatz und auf der Leopoldstrasse.

(SDA)


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