Sicherheitskontrollen wie am Flughafen

Die gestiegene Terrorgefahr in der westlichen Welt macht sich auf dem OpenAir-Gelände bemerkbar. Bei den Sicherheitskontrollen setzt die Polizei neu ein Röntgengerät der Grenzwache ein. 

Man wähnt sich nicht unbedingt an einem Openair-Festival, sondern eher in einem internationalen Flughafen beim Sicherheitscheck. Mit Akribie durchleuchten Polizisten und Grenzwächter im Sittertobel am Donnerstag das Gepäck der Festivalbesucher. Zum Einsatz kommt auch ein Röntgengerät – das ist neu. “Die globale politische Lage hat sich verändert. Grosse Ansammlungen von Personen sind gefährdeter”, sagt Philipp Sennhauser, Leiter Sicherheit der Stadtpolizei St.Gallen, im Interview mit TVO und spricht damit die gestiegene Terrorgefahr an. Konkrete Hinweise, dass das Sittertobel Ziel eines Anschlages werden soll, gibt es aber zum Glück nicht.

“Dienen den Veranstaltern zu”

Das Röntgengerät hilft, die Sicherheitskontrollen zu verbessern. Die Beamten haben es auf gefährliche Gegenstände abgesehen, die nicht aufs Gelände sollen. “Wir suchen nach Sprengstoff, Waffen und Drogen”, erklärt Sennhauser.

Doch wenn man schon dabei ist, helfen die Beamten auch gleich den Festivalveranstaltern. “Wir dienen dem OpenAir zu”, sagt Sennhauser. “Wir haben Glas und Äxte gefunden.” Am ersten Tag geht den Polizisten zudem eine Gruppe mit einem präparierten Handwagen ins Netz. Dank eines doppelten Bodens wollte die Gruppe Flaschen und Dosen aufs Gelände schmuggeln.

Zustimmung der Besucher

Die gescheiterten Schmuggler dürfen keine Freude an den Polizisten haben. Die gestiegenen Sicherheitsvorkehrungen stossen bei der Mehrheit der Besucher jedoch auf Zustimmung. Eine gute Sache sei dies, sagt etwa eine junge Frau zu TVO.

(red.)

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