Polizei sucht nach «Bonnie & Clyde»

Zwei Täter haben die Avia-Tankstelle an der St.Galler Oberstrasse überfallen.
Zwei Täter haben die Avia-Tankstelle an der St.Galler Oberstrasse überfallen. © Screenshot Google Maps
Innerhalb einer Woche wurden in der Ostschweiz zwei Avia-Tankstellen überfallen. In beiden Fällen – so vermutet die Polizei – bestand die Täterschaft aus einem Mann und einer Frau. Sind «Bonnie und Clyde» in der Ostschweiz unterwegs?

Am Montagabend haben zwei Unbekannte – vermutlich eine Frau und ein Mann – mit einem Messer bewaffnet die Avia-Tankstelle an der Oberstrasse in St.Gallen überfallen. Bereits eine Woche zuvor wurde in Arbon eine Avia-Tankstelle überfallen.

Polizei fahndet mit Hochdruck

Laut der Polizei wurden beide Tankstellen auf ähnliche Weise überfallen. Deshalb werde nun geprüft, ob es sich in beiden Fällen um dieselbe Täterschaft handeln könnte. Ob es sich tatsächlich um ein Räuberpärchen handelt, will die Polizei noch nicht bestätigen. «Wir gehen davon aus, dass die Täter ein Mann und eine Frau waren. Aber da kann man sich natürlich auch täuschen, weil beide maskiert waren», sagt Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem mutmasslichen Gangster-Pärchen.

«Ich dachte, es wäre ein Scherz»

Die Verkäuferin, die am Abend des Überfalls auf die St.Galler Avia-Tankstelle die Spätschicht hatte, war gerade dabei, die Regale aufzufüllen, als das «Gangster-Pärchen» mit einem Messer bewaffnet den Shop stürmte. «Ich stand mit dem Rücken zur Tür als ich hörte, wie jemand reinkommt. Als ich mich umdrehte, hörte ich, wie jemand ‘Überfall’ sagte. Zuerst dachte ich, es ist ein Scherz. Doch als ich genauer hingeschaut habe, sah ich, dass beide vermummt waren», schildert die Verkäuferin.

Obwohl der Überfall erst zwei Tage her ist, steht sie bereits wieder hinter der Kasse. Sie sei froh, dass sie am Montagabend richtig reagiert und den beiden Räubern die mehreren tausend Franken Bargeld widerstandslos ausgehändigt hätte. «Ich habe so gut wie möglich versucht, Ruhe zu bewahren und keinen Blödsinn zu machen, damit mir nichts passiert», sagt sie.

(red.)


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