Polizei verhaftet «Päckli-Betrüger»

Die Zuger Kantonspolizei hat den «Päkli-Betrüger» verhaftet. SYMBOLBILD
Die Zuger Kantonspolizei hat den «Päkli-Betrüger» verhaftet. SYMBOLBILD © KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
Die Zuger Polizei hat einen Verdächtigen verhaftet. Er soll hinter den Nachnahme-Betrugsfällen in der Schweiz stecken. Wieviel Geld der 40-jährige Schweizer mit seinem Trick ergaunert hat ist noch unklar.

Seine Masche war einfach und erfolgreich. Ein Mann verschickte per Nachnahme wertlose Gegenstände und zockte so die ahnungslosen Empfänger ab: Wer eine Sendung entgegengenommen hat, bezahlte das Paket beim Pöstler und überwies so dem Gauner sein Geld für etwas, das man gar nicht bestellt hatte. Es gab auch Fälle im FM1-Land (FM1Today berichtete).

Polizei kam schnell auf die Spur des Täters

Nun meldet die Zuger Kantonspolizei, dass sie einen 40-jährigen Schweizer verhaftet hat, der hinter den Betrugsfällen stecken soll. Die Polizei ging einer Anzeige nach und kam schnell auf die Spur des Täters.

Täter verkaufte Pflästerli und Taschenrechner

Die Polizei verhaftete den mutmasslichen Betrüger an seinem Wohnort und stellte bei einer Hausdurchsuchung diverse Gegenstände sicher, die er seinen Opfern teuer unterjubelte. Darunter waren wertlose Taschenrechner, Pflaster und Schlüsselanhänger, schrieb die Polizei. Zudem fanden die Beamten Verpackungsmaterial für weitere Postsendungen.

Diese Dinge verkaufte der Täter an Unwissende. /KAPO ZUG

Diese Dinge verkaufte der Täter an Unwissende (Bild: Kapo Zug).

Dunkelziffer bei Betrugsfällen

Für wie viele Betrugsfälle der Mann verantwortlich ist, ist noch nicht bekannt. Bei der Post hiess es, dass bisher rund 26 Meldungen eingegangen sind. Doch vermutet man eine grössere Dunkelziffer. Auch im Kanton Thurgau sind mehrere Strafanzeigen eingegangen. Die ermittelnden Behörden gehen nun den Fällen nach. Wer in den letzten Tagen ein Paket per Nachnahme bekommen hat, ohne dies bestellt zu haben, soll sich bei der Polizei melden.

(rar)

 


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