Polizeieinsatz unter Wasser

Bei den regelmässigen Trainings werden auch spektakuläre Manöver geübt.
Bei den regelmässigen Trainings werden auch spektakuläre Manöver geübt. © KapoTG
Was machen eigentlich Polizisten unter Wasser? Das erklärte die Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau am Mittwochnachmittag. Bei der Übung fischten die Taucherbeamten ein Auto aus dem Bodensee.

Ob gesunkene Schiffe, Fahrzeuge, Deliktsgut, Waffen oder sogar Leichen – immer, wenn etwas aus dem Wasser gefischt werden muss, kommen sie zum Einsatz: Die Taucher der Seepolizei. “Die Polizeitaucher helfen aber auch bei technischen Kontrollen und Signalisationsarbeiten oder entfernen wenn nötig Hindernisse für die Schifffahrt”, schreibt die Staatskanzlei Thurgau. Zusätzlich sind sie auch dafür ausgebildet, Personen aus Fliessgewässern wie der Thur zu retten.

15 Einsätze im Jahr 2015

15 Ernsteinsätze mussten die Thurgauer Polizeitaucher im vergangenen Jahr absolvieren, das waren leicht weniger als im langjährigen Durchschnitt. Nicht alle waren angenehm, so mussten beispielsweise drei tote Personen aus teils grosser Tiefe geborgen werden.

Routine? Fehlanzeige!

Bei diesen vielfach komplizierten Arbeiten unter schwierigen Bedingungen muss jeder Handgriff sitzen. “So etwas wie Routine-Einsätze gibt es bei uns kaum”, erklärt Marcel Kuhn, der Dienstzweigchef Tauchen bei der Seepolizei der Kantonspolizei Thurgau. “Unterschiedliche Sichtweiten, wechselnde Strömungen und andere Faktoren verlangen einem unter Wasser viel ab, wir müssen die Konzentration jederzeit hoch halten.”

Dafür braucht es Training. Die Taucherin und die zwölf Taucher – alles Polizisten, die diese Funktion im Nebenamt ausüben – sind schon in der Freizeit regelmässig unter Wasser. Dazu kommen rund 30 offizielle Übungen pro Jahr.

Der TVO-Beitrag zum Thema:

(red/KapoTG)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen