Polo Hofer liess sich für “SwissAward”-Präsenz bezahlen

Dank dem "SwissAward" ist Polo Hofer derzeit auf allen Kanälen präsent. Beste Gratiswerbung also - und nicht nur: Für sein Erscheinen auf der Zeremonie verlangte er Lohn. (Archivbild)
Dank dem "SwissAward" ist Polo Hofer derzeit auf allen Kanälen präsent. Beste Gratiswerbung also - und nicht nur: Für sein Erscheinen auf der Zeremonie verlangte er Lohn. (Archivbild) © KEYSTONE/WALTER BIERI
Empörung über Polo Hofer: Der Berner Mundartrocker hat offenbar von Fernsehen SRF Gagen verlangt für seine Auftritte vom Dezember als “Publikumsliebling” und vom Januar als “Schweizer des Jahres”. Das sei zwar nicht üblich, komme aber gelegentlich vor, verlautete SRF.

Es habe sich auch nur um je einen “ganz niedrigen vierstelligen Betrag” gehandelt, berichten “Ostschweiz am Sonntag” und 20Minuten online.

Und für den “Berner Oberländer” gehört die hohle Hand offenbar zum vertraglich vereinbarten Geschäftsgebaren. Auf seiner Homepage macht Hofer klar, dass es unter anderem auf die Anfrage “Präsenz ohne Honorar” immer “Leider Nein” antworte. Und dies sogar bei Benefiz-Veranstaltungen!

Gemäss “Ostschweiz am Sonntag” verurteilen mehrere Politiker das Schweizer Fernsehen dafür, dass es Hofers Forderung nachgegeben hat. “Peinlich” findet es beispielsweise der frühere TV-Chefredaktor Filippo Leutenegger. Ein öffentlich-rechtliches Medienunternehmen könne so nicht vorgehen.

“Das Vorgehen ist für eine öffentlich-rechtliche Anstalt grenzwertig”, sagt auch der Zuger CVP-Nationalrat Gerhard Pfister. Dass man Geld erhalte, wenn einem ein Preis verliehen wird, sei schon speziell.

Ganz einfach “daneben” findet die Zürcher SVP-Nationalrätin Natalie Rickli den Lohn für Hofer. “Das bestärkt mich in meiner Meinung, dass die Sendung eine einzige Geldvernichtungsmaschine ist.”

Das hat SRF bekanntlich schon eine Weile eingesehen: Die letzte “SwissAward”-Sendung war die allerletzte.

(SDA)


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