Ponys gequält – sechs Hasen erschlagen

Auf dem Gnadenhof der Ex-SVP-Nationalrätin Jasmin Hutter wurden Tiere zu Tode gequält.
Auf dem Gnadenhof der Ex-SVP-Nationalrätin Jasmin Hutter wurden Tiere zu Tode gequält. © Sandro Zulian
In der Rheintaler Gemeinde Eichberg wurden Tiere gequält – einige gar zu Tode. Passiert auf dem Gnadenhof-Zoo der Ex-SVP-Nationalrätin Jasmin Hutter. Sie vermutet hinter der Tat eine politische Absicht.

“Wer auch immer das war – falls es gegen mich gerichtet sein sollte – soll diese Person die Tiere in Ruhe lassen und direkt zu mir kommen”, die Ex-SVP-Nationalrätin Jasmin Hutter ist bestürzt. Auf ihrem Gnadenhof in der Rheintaler Gemeinde Eichberg wurden Tiere gequält. Drei Ponys wurde der Schweif abgeschnitten und bisher seien sechs Hasen erschlagen worden, sagt sie gegenüber dem Tagblatt.

Ponys den Schwanz abgeschnitten

Die Ponys hätten zwar keine Schmerzen, da die Schweifwirbel nicht verletzt wurden, doch seien sie nun Parasiten schutzlos ausgesetzt. Die Tiere seien zudem gegenüber den Menschen viel zurückhaltender als vor der Tat, sagt Hutter weiter. Die Ponys seien vorher sehr zutraulich gewesen.

Häschen mit Rohr erschlagen

Bei den Hasen seien der oder die Quäler bedeutend brutaler vorgegangen: Ein Tierarzt bestätigte Hutter, dass wohl jemand mit einem Rohr oder einem Prügel auf das Tier eingeschlagen haben muss, da das Häschen schwerste Verletzungen hatte und eingeschläfert werden musste. Zuvor starben schon fünf Hasen auf die gleiche Art und Weise. Hutter liess zur Sicherheit ein weiteres verendetes Häschen untersuchen und bekam vom Tierarzt Gewissheit: Das Tier wurde brutal erschlagen.

Politischer Tierquäler?

Für Jasmin Hutter ist der Verdacht nicht abwegig, dass der oder die Tierquäler aus einem politischen Motiv handelten, heisst es im Tagblatt weiter. In ihrer Karriere bei der SVP sorgte sie nicht selten für Aufsehen. Dreimal war gar polizeilicher Personenschutz nötig. Vor sieben Jahren zog sie sich aber aus der Politik zurück und widmete sich der Familie und den Tieren. Sie ist fassungslos über die grausame Tat: “Wer tut denn sowas Schreckliches? – Das sind Gnadenhoftiere!”

Videoüberwachung soll Sicherheit bringen

Nach den Vorfällen will Hutter auf Nummer sicher gehen und installiert eine Videoüberwachungsanlage auf ihrem Hof: “Ich hätte nie geglaubt, dass sowas nötig wäre.” Auch werde sie andere Vorkehrungen treffen. Unter anderem will sie den Stall künftig immer abschliessen.

(sgt/rar)


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