Portugal und Nordirland qualifiziert

Portugal jubelt nach Sieg gegen Dänemark
Portugal jubelt nach Sieg gegen Dänemark © KEYSTONE/AP/PAULO DUARTE
Portugal und Nordirland haben sich zum Auftakt des zweitletzten Spieltags der Qualifikation für die EM in Frankreich qualifiziert. Deutschland hingegen verliert in Irland mit 0:1. Deutschland verpasste die vorzeitige Qualifikation in Dublin.

Trotz viel Ballbesitz ging der Weltmeister erstmals überhaupt in einem Pflichtspiel gegen Irland als Verlierer vom Platz. Der kurz zuvor eingewechselte Shane Long schoss die Iren vor 50’604 Zuschauern zum Sieg. Nun kann Irland am Sonntag mit einem Erfolg gegen Polen in Warschau noch auf den zweiten oder sogar ersten Platz vorstossen.

Die Deutschen, haben mit einem Remis gegen Georgien in Leipzig den Platz unter den ersten zwei auf sicher. Ins Zittern geraten Joachim Löw und seine Spieler wegen der Niederlage in Dublin nicht. Aber die Enttäuschung über die unerwartete Pleite war dennoch gross. Deutschland startet gut in die Partie und kam schon nach wenigen Sekunden zur ersten Torchance. Doch schon nach einer Viertelstunde gingen der deutschen Mannschaft die Ideen aus. Nach dem 1:0, das nach einem langen Pass von Goalie Darren Randolph fiel, hatte Deutschland zwei gute Ausgleichschancen, die Mats Hummels und Thomas Müller vergaben.

Die Polen müssen nach dem 2:2 in Schottland zum Gruppen-Final gegen Irland antreten. Immerhin verhinderte Robert Lewandowski mit seinen Toren 13 und 14 innerhalb der letzten 17 Tage, eine schlechtere Ausgangslage. Der Stürmer von Bayern München traf nach gut zwei Minuten zum 1:0 und glich in der 94. Minute mit dem Absatz aus. Dazwischen hatten Matt Ritchie und Steven Fletcher mit zwei ebenfalls herrlichen Toren für den zwischenzeitlichen Umschwung gesorgt. Schottland hat damit die EM-Qualifikation definitiv verpasst.

Gruppe F: Nordirland erstmals dabei

Die britischen Rivalen aus Nordirland machten ihre Sache besser und qualifizierten sich dank dem 3:1-Heimsieg gegen das in dieser Qualifikation völlig indisponierte Griechenland erstmals überhaupt für eine Endrunde. Die Nordiren, die 1958, 1982 und 1986 bei Weltmeisterschaften dabei waren, gingen durch Steven Davis nach 35 Minuten 1:0 in Führung. Nach der Pause erhöhte Josh Magennis in der 49. Minute mit der Schulter auf 2:0. Der dritte Treffer, erneut durch Davis, zerstreute die letzten Zweifel am Ausgang des Spiels.

In Abwesenheit des gesperrten Topskorer Kyle Lafferty, der vor dem Spiel gegen Griechenland sieben der zwölf nordirischen Treffer in der EM-Qualifikation geschossen hatte, waren Davis und Magennis unerwartete Matchwinner. Davis, der bei Southampton spielende Captain der Nordiren, hatte am Wochenende gegen Chelsea seinen ersten Treffer seit über anderthalb Jahren erzielt, und Magennis, der vor sechs Jahren noch als Goalie bei Cardiff gespielt hatte, war in seinen vorhergegangen 15 Länderspielen ohne Tor geblieben. Nun brachten die beiden den Windsor Park in Belfast zum Beben.

Rumänien verhinderte den Fall auf den dritten Platz erst dank dem 1:1-Ausgleich gegen Finnland in der 91. Minute. Ovidiu Hoban erzielte das erste Tor für die Rumänen nach zuletzt drei torlosen Remis in Folge. Mit einem Sieg auf den Färöern am Sonntag haben sie Platz zwei auf sicher. Das drittplatzierte Ungarn liegt einen Punkt zurück, nachdem es mühevoll die Färöer daheim schlug. Nach einem frühen 0:1-Rückstand wendete Daniel Böde die Partie mit zwei Toren innerhalb von acht Minuten (63 und 71.).

Gruppe I: Albanien hat es in den eigenen Händen

Portugal, das schlecht in die Qualifikation gestartet war, hat nach dem 1:0-Heimsieg gegen Dänemark das Ticket nach Frankreich auf sicher. Der Monegasse João Moutinho traf in der 67. Minute nach einem Dribbling an der Strafraumgrenze und mit einem Schuss ins Lattenkreuz.

Die Dänen haben ihr Pensum absolviert und können den Umweg über die Playoffs nur noch verhindern, wenn Albanien zum Abschluss am Sonntag in Armenien nicht gewinnt. Die Albaner unter anderem mit den Super-League-Spielern Berat Djimsiti und Taulant Xhaka verloren im Hochrisikospiel gegen Serbien 0:2. Beide Treffer fielen in der Nachspielzeit.

Resultate und Tabelle. Gruppe D:

Georgien – Gibraltar 4:0 (3:0). – Tiflis. – SR Boiko (Ukr). – Tore: 30. Wazadse 1:0. 35. Okriaschwili (Foulpenalty) 2:0. 45. Wazadse 3:0. 87. Kasaischwili 4:0.

Irland – Deutschland 1:0 (0:0). – Dublin. – SR Velasco Carballo (Sp). – Tor: 70. Long 1:0.

Deutschland: Neuer; Ginter (77. Bellarabi), Boateng, Hummels, Hector; Gündogan (85. Volland), Kroos; Reus, Özil; Müller, Götze (35. Schürrle).

Schottland – Polen 2:2 (1:1). – Glasgow. – SR Kassai (Un). – Tore: 3. Lewandowski 0:1. 45. Ritchie 1:1. 62. Steven Fletcher 2:1. 95. Lewandowski 2:2.

1. Deutschland 9/19 (22:8). 2. Polen 9/18 (31:9). 3. Irland 9/18 (18:5). 4. Schottland 9/12 (16:12). 5. Georgien 9/9 (9:14). 6. Gibraltar 9/0 (2:50).

Gruppe F:

Nordirland – Griechenland 3:1 (1:0). – Belfast. – SR Nijhuis (Ho). – Tore: 35. Steven Davis 1:0. 49. Magennis 2:0. 58. Steven Davis 3:0. 87. Aravidis 3:1.

Rumänien – Finnland 1:1 (0:0). – Bukarest. – SR Thomson (Scho). – Tor: 67. Pohjanpalo 0:1. 91. Hoban 1:1.

Ungarn – Färöer 2:1 (0:1). – Budapest. – SR Schörgenhofer (Ö). – Tore: 11. Jakobsen 0:1. 63. Böde 1:1. 71. Böde 2:1.

Rangliste: 1. Nordirland 9/20 (15:7). 2. Rumänien 9/17 (8:2). 3. Ungarn 9/16 (8:5). 4. Finnland 9/11 (8:9). 5. Färöer 9/6 (6:14). 6. Griechenland 9/3 (3:11).

Gruppe I:

Albanien – Serbien 0:2 (0:0). – Elbasan. – SR Rizzoli (It). – Tore: 91. Kolarov 0:1. 94. Ljajic 0:2.

Portugal – Dänemark 1:0 (0:0). – Braga. – SR Clattenburg (Ho). – Tor: 66. Joao Moutinho 1:0.

1. Portugal 7/18 (9:4). 2. Dänemark 8/12 (8:5). 3. Albanien 7/11 (7:5). 4. Serbien 7/4 (7:11). 5. Armenien 7/2 (5:11).

(SI)


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