«Profi zu werden, ist klar mein Ziel»

Von Fabienne Engbers
Simona Waltert gewann ihr Wimbledon-Viertelfinale problemlos.
Simona Waltert gewann ihr Wimbledon-Viertelfinale problemlos. © KEYSTONE/Peter Klaunzer
Was für zwei geniale Wochen für die 16-jährige Simona Waltert aus Chur! Die Tennisspielerin ist in Wimbledon bei den Juniorinnen bis in den Halbfinal vorgestossen. Daneben ist noch ein ganz anderer Wunsch von ihr in Erfüllung gegangen.

«Es war eine tolle Woche, ich freue mich darüber, wie es gelaufen ist», sagt die 16-Jährige Simona Waltert nach ihrem Ausscheiden im Halbfinal. «Klar bin ich enttäuscht, dass ich ein Grand Slam Halbfinale verloren habe. Aber ich nehme das Positive daraus mit und arbeite weiter an mir.» Von Verbitterung keine Spur. Trotz ihrem zarten Alter weiss Simona genau, was sie will und was sie einmal erreichen könnte.

In Biel auf die Karte Tennis gesetzt

Dafür setzt sie alles auf die Karte Tennis. Seit einem Jahr wohnt sie mit ihrer Mutter in Biel. Dort trainiert die Bündnerin im Leistungszentrum von Swiss Tennis. In Chur – wo der Vater eine Arztpraxis betreibt und Bruder Lukas (21) und Schwester Livia (18) wohnen – ist die Teenagerin nur noch am Wochenende, wenn sie nicht gerade an einem Turnier ist.

Die 16-Jährige wusste schon früh, dass sie einmal Tennisprofi werden will. «Ich will es in die Top 10 der Welt schaffen», sagte Simona Waltert schon vor fünf Jahren in einem Interview. Damals spielte sie noch zuhause gegen ihre ältere Schwester. Es ist ein Traum, der nicht mehr so abwegig ist. «Profi zu werden ist klar mein Ziel, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg, den wir nun Schritt für Schritt in Angriff nehmen und schauen, wohin das führt», sagt sie heute.

Das grosse Idol getroffen

Nebst dem Halbfinaleinzug gab es für die Churerin in dieser Woche noch ein ganz anderes Highlight. Sie hat ihr grosses Idol Roger Federer persönlich getroffen. «Er ist ein sehr netter Mensch, auf wie neben dem Platz. Es war sehr eindrücklich, ihn einmal persönlich zu treffen und nicht am Fernseher zu sehen.» Simona ist schon lange von Federer fasziniert: «Mich beeindruckt, dass bei ihm alles so leicht und einfach aussieht.»

Wimbledon lässt auf Grosses hoffen

Wimbledon war erst das zweite internationale Turnier von Simona. Bereits hat sie es unter die letzten vier geschafft. Und auch im Halbfinale, welches die Churerin am Freitag 6:7 und 1:6 gegen die Amerikanerin Ann Li verlor, hatte sie ihre Chancen. Vor allem im ersten Satz. Simonas Trainer, Kai Stentenbach, ist stolz auf seinen Schützling. «Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung, die sie gezeigt hat. Es freut mich sehr, wie sich Simona entwickelt hat.» Die 16-Jährige bringe viel Potential mit. «Ich bin sicher, man wird dieses und nächstes Jahr noch viel von ihr hören.»

Europameisterschaft zu Hause

Vielleicht schon in wenigen Wochen? Als nächstes steht für Simona Waltert die Europameisterschaft der U18-Tennisspieler an. Die ist direkt vor ihrer Haustüre in Klosters. Am 23. Juli geht’s los. «Jetzt gilt es, vom Rasen wieder auf Sand umzustellen», sagt die 16-jährige, schon ganz profi-like.

(enf)


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