Leonardo DiCaprio erhält seinen ersten Oscar

Leonardo DiCaprio
Leonardo DiCaprio © Keystone
Der US-Schauspieler Leonardo DiCaprio ist am Sonntag für seine Rolle in “The Revenant” als bester Hauptdarsteller geehrt worden. Der 41-Jährige gewann bei seinem sechsten Anlauf zum ersten Mal.

Fünfmal war DiCaprio seit 1994 zuvor für einen Oscar nominiert, als Schauspieler und Produzent von “The Wolf of Wall Street” und als Darsteller für “Blood Diamond”, “Aviator” und “Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa”. Doch erst seine fast stumme Rolle als bärtiger Abenteurer unter der Regie des Mexikaners Alejandro González Iñárritu brachte ihm endlich Gold ein.

  Kate Winslet gratuliert Leonardo.

 

Bei den Frauen hat sich eine Hollywood-Newcomerin die höchste Schauspieler-Ehre gesichert: Brie Larson wurde für ihre bewegende Rolle der als Teenager entführten Joy Newsome in Lenny Abrahamsons Independentdrama “Room” als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Die Trophäe nahm sie am Sonntagabend (Ortszeit) aus den Händen von Vorjahresgewinner Eddie Redmayne entgegen.

Die 26-jährige Kalifornierin hatte im Vorfeld der Verleihung als Favoritin gegolten. Ihre Darstellung der emotionalen Tour de Force einer jungen Frau, der nach sieben Jahren Gefangenschaft gemeinsam mit ihrem Sohn die Flucht gelingt, hatte ihr zuvor bereits einen Golden Globe und einen SAG Award eingebracht.

Sie verwies damit ihre Mitkonkurrentinnen Cate Blanchett (“Carol”), Jennifer Lawrence (“Joy”), Charlotte Rampling (“45 Years”) und Saoirse Ronan (“Brooklyn”) auf die hinteren Plätze.

Der mexikanische Regisseur Alejandro González Iñárritu hat mit “The Revenant” den Oscar für die beste Regie gewonnen. Bereits im vergangenen Jahr hatte er den Regie-Oscar für “Birdman” gewonnen. “Ich kann nicht glauben, dass das passiert”, sagte er.

(SDA)

Und das sind die Gewinner in der Übersicht:

– Bester Film: “Spotlight” (Regie: Thomas McCarthy)

– Regie: Alejandro González Iñárritu (“The Revenant”)

– Hauptdarsteller: Leonardo DiCaprio (“The Revenant”)

– Hauptdarstellerin: Brie Larson (“Room”)

– Nebendarstellerin: Alicia Vikander (“The Danish Girl”)

– Nebendarsteller: Mark Rylance (“Bridge of Spies”)

– Nicht-englischsprachiger Film: “Son of Saul” (Regie: László Nemes)

– Kamera: Emmanuel Lubezki für “The Revenant”

– Original-Drehbuch: Thomas McCarthy und Josh Singer für “Spotlight”

– Adaptiertes Drehbuch: Charles Randolph und Adam McKay für “The Big Short”

– Schnitt: Margaret Sixel für “Mad Max: Fury Road”

– Filmmusik: Ennio Morricone für “The Hateful 8”

– Filmsong: “Writing’s On The Wall” aus dem Film “Spectre”, Musik und Text von Jimmy Napes und Sam Smith

– Produktionsdesign: Colin Gibson und Lisa Thompson für “Mad Max: Fury Road”

– Tonschnitt: Mark Mangini und David White für “Mad Max: Fury Road”

– Tonmischung: Chris Jenkins, Gregg Rudloff und Ben Osmo für “Mad Max: Fury Road”

– Spezialeffekte: Andrew Whitehurst, Paul Norris, Mark Ardington and Sara Bennett für “Ex Machina”

– Animationsfilm: “Inside Out” (Regie: Pete Docter und Jonas Rivera)

– Animations-Kurzfilm: Gabriel Osorio und Pato Escala für “Bear Story”

– Dokumentarfilm: Asif Kapadia und James Gay-Rees für “Amy”

– Dokumentar-Kurzfilm: Sharmeen Obaid-Chinoy für “A Girl In The River: The Price Of Forgiveness”

– Make-up/Frisur: Lesley Vanderwalt, Elka Wardega und Damian Martin für “Mad Max: Fury Road”

– Kostümdesign: Jenny Beavan für “Mad Max: Fury Road”

– Live-Action-Kurzfilm: Benjamin Cleary und Serena Armitage für “Stutterer”


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