Prozess gegen falschen Zahnarzt abgebrochen

Der Prozess gegen einen mutmasslich falschen Zahnarzt in Biel ist am Dienstag unterbrochen worden. Der Angeklagte musste ins Spital gebracht werden.
Der Prozess gegen einen mutmasslich falschen Zahnarzt in Biel ist am Dienstag unterbrochen worden. Der Angeklagte musste ins Spital gebracht werden. © KEYSTONE/AP/JOERG SARBACH
Der Prozess gegen den Zahntechniker, der in Biel mehrere Menschen wegen unsachgemässer zahnmedizinischer Behandlung schwer geschädigt haben soll, ist abgebrochen worden. Der Mann ist in der Nacht auf Dienstag verunfallt.

Was genau passierte, wollten oder konnten am Dienstag weder der Gerichtspräsident noch der Verteidiger des Mannes sagen. Es hiess lediglich, der Mann sei zu Hause verunfallt und liege im Spital. Die Polizei habe interveniert. Gemäss einem Arztzeugnis sei der Mann mindestens eine Woche lang nicht einvernahmefähig.

Nach dem Prozessabbruch will der Gerichtspräsident nun Termine suchen für einen neuen Prozess. Er machte klar, dass dieser neue Prozess wohl erst 2016 stattfinden wird.

Der nun abgebrochene Prozess hatte am Montagmorgen begonnen. Mehrere Kläger und Zeugen belasteten an diesem Tag den Zahntechniker. Zwei Klägerinnen erzählten teilweise unter Tränen, wie sie nach zahnärztlichen Behandlungen durch den Mann unter Schmerzen litten. Sie mussten sich in der Folge Nachbehandlungen unterziehen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten schwere Körperverletzung, eventuell als Versuch oder als einfache Körperverletzung zu werten, sowie einfache Körperverletzung, Betrug und Widerhandlung gegen Gesundheitsgesetze vor. Am Dienstagvormittag hätte das Regionalgericht Berner Jura-Seeland den Mann mehrere Stunden lang einvernehmen wollen.

Weil der Mann am Dienstagmorgen nicht erschien, wurde der Prozess in einer ersten Phase unterbrochen. Abgebrochen wurde er, als das Arztzeugnis auf dem Tisch des Gerichtspräsidenten lag.

(SDA)


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