PSG geht gegen M.I.A. vor

Die englische Rapperin M.I.A. hat wieder Ärger am Hals. Der Fussballverein Paris St.Germain geht gegen sie vor – weil sie im Musikvideo “Borders” ein leicht abgewandeltes Clubtrikot trägt.

In “Borders” packt M.I.A. ein heisses Eisen an: Die Sängerin thematisiert die Flüchtlingskrise, die Europa in den vergangenen Monaten heimgesucht hat. Sie zeigt unter anderem Dutzende Flüchtlinge, die über Stacheldraht behangene Grenzzäune klettern oder in überfüllten Booten übers Meer schippern. Die Sängerin zeigt sich kurz, wie sie ein T-Shirt trägt, das trotz kleiner Veränderung klar als PSG-Trikot zu erkennen ist. Statt “Fly Emirates” heisst auf der Brust “Fly Pirates”.

Der Millionario-Verein aus der französischen Hauptstadt findet dies nun aber gar nicht lustig. Wie der Anwalt schreibt, sei man “unangenehm überrascht” gewesen, dass M.I.A. im Videoclip das Trikot trage. “Wir verstehen nicht, warum wir durch unser Logo und dem offiziellen Shirt mit dieser Anprangerung in Verbindung gebracht werden.” Dies sei diskreditierend für den Verein, der viel karitative Arbeit leiste. PSG fordert deshalb das Musik-Label Universal Music auf, das Video zu entfernen.

Für M.I.A. ist es nicht die erste juristische Auseinandersetzung mit einer Sportgrösse. Die NFL verklagte sie 2014 auf über 16 Millionen Dollar, weil sie während des Super Bowls den Mittelfinger zeigte.

(red)

 

 


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