Putin pilgert zur autonomen Mönchsrepublik Berg Athos

Russlands Präsident Putin vor einem religiösen Kunstwerk im byzantischen und christlichen Museum in Athen
Russlands Präsident Putin vor einem religiösen Kunstwerk im byzantischen und christlichen Museum in Athen © KEYSTONE/EPA AP POOL/THANASSIS STAVRAKIS/ POOL
Russlands Präsident Wladimir Putin ist am zweiten Tag seiner Griechenlandreise zur Mönchsrepublik Berg Athos gepilgert. Der Berg Athos ist eine Hochburg des orthodoxen Christentums.In der ältesten Kirche im Hauptort Karyes wurde Putin am Samstag mit Glockengeläut empfangen.

Anschliessend entzündete er eine Kerze und küsste die Axion Esti, eine von Gläubigen verehrte Ikone der Jungfrau Maria. Bei einem Treffen mit Mönchen betonte Putin die Bedeutung des Berges Athos für den russisch-orthodoxen Glauben.

Putin nahm an den Feierlichkeiten zum tausendsten Jahrestag russischer Präsenz in der Mönchsgemeinschaft teil. Dabei waren auch der griechische Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos und der russische Patriarch Kyrill an der Spitze einer Delegation von Dutzenden Geistlichen der russisch-orthodoxen Kirche.

In den Archiven der Mönchsrepublik wird der erste russische Abt eines Klosters im Jahr 1016 erwähnt, hiess es in einer Erklärung des Vorstandes der Mönchsrepublik.

Putin sollte am Nachmittag das überwiegend von Russen bewohnte Kloster von Agios Panteleimon besuchen. Am Abend kehrt er nach Moskau zurück.

Die rund 335 Quadratkilometer grosse Mönchsrepublik Berg Athos ist die östlichste Landzunge auf der nordgriechischen Halbinsel Chalkidiki. In der selbstverwalteten Region leben derzeit etwa 2300 Mönche sowie ausschliesslich männliches Verwaltungs- und Polizeipersonal. Die Mönche stammen aus fast allen Staaten mit christlich-orthodoxer Bevölkerung.

Ausflugsschiffe mit Frauen an Bord müssen einen Abstand von 500 Metern von der Küste des Berges halten. Männliche Besucher brauchen eine Aufenthaltserlaubnis.

(SDA)


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