Putin schlägt Blatter für Friedensnobelpreis vor

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Lebensleistung des unter Korruptionsverdacht stehenden Fifa-Chefs Joseph Blatter verteidigt. “Das ist mal jemand, dem man den Friedensnobelpreis geben sollte”, sagte Putin.

“Blatter hat viel für die Entwicklung des Fussballs getan”, sagte Putin am Donnerstag bei seiner grossen Jahresmedienkonferenz in Moskau. Dem Schweizer sei es beim Fussball immer auch um soziale Entwicklung und internationale Zusammenarbeit gegangen.

Blatter ist derzeit für 90 Tage von seinem Amt suspendiert. Ihm droht eine lange Sperre durch die Fifa-Ethikkommission.

Zu Bestechungsvorwürfen bei der Wahl Russlands zum Gastgeber der Fussball-WM 2018 sagte Putin: “Wir wissen nichts davon. Wir wissen nur zu hundert Prozent, dass Russland den Zuschlag für dieses Turnier auf ehrliche und transparente Weise bekommen hat.”

Er hat sich auch zum Zwischenfall mit der Türkei geäussert. Eine Versöhnung mit der Türkei schlägt er aus. “Der Abschuss des Flugzeugs war ein feindlicher Akt”, sagte Putin über den Vorfall Ende November, als die türkische Luftwaffe einen russischen Jet über Syrien abschoss. Er behauptete, dass die Türkei von Amerika angestachelt wurde. “Jemand in der türkischen Führung wollte den Amerikanern in eine bestimmte Stelle kriechen”, sagte der Kremlchef. Er habe keine Hoffnung, dass sich die Situation mit der Türkei entspannen würde.

Zum Syrieneinsatz sagte er laut der Journalistin Julia Smirnova: “Bessere Militärübungen kann man sich kaum vorstellen.”

Zudem kündigt er auch noch das Freihandelsabkommen mit der Ukraine per 1. Januar. Er begründete diesen Schritt mit den “außergewöhnlichen Umständen, die die Interessen und wirtschaftliche Sicherheit Russlands” betreffen. Putin’s Pressekonferenzen sind häufig mit brisanten Aussagen des russischen Präsidenten durchsetzt. Unsterblich bleibt er nicht nur wegen seinen Aussagen. Für einige Twitter-User ist klar: der Mann ist unsterblich. Ihre Bilder beweisen es.

(SDA)


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