Obama ruft Türkei und Russland zu Beilegung von Streit auf

Wladimir Putin am UNO-Klimagipfel: Der russische Präsident zeigt sich überzeugt, dass die Türkei Öl von der Dschihadistenmiliz IS entgegennimmt und deshalb ein russisches Kampfjet abgeschossen hat. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan weist die Vorwürfe empört zurück.
Wladimir Putin am UNO-Klimagipfel: Der russische Präsident zeigt sich überzeugt, dass die Türkei Öl von der Dschihadistenmiliz IS entgegennimmt und deshalb ein russisches Kampfjet abgeschossen hat. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan weist die Vorwürfe empört zurück. © KEYSTONE/AP POOL SPUTNIK KREMLIN/MIKHAIL KLIMENTYEV
US-Präsident Barack Obama hat Moskau und Ankara zur Beilegung ihres Streits um den Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei aufgerufen. Alle müssten sich auf den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) konzentrieren.

Obama traf sich am Rande des UNO-Klimagipfels in Paris mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. “Wir haben darüber beraten, wie die Türkei und Russland zusammenarbeiten können, um die Spannungen zu entschärfen und einen diplomatischen Weg zur Lösung dieser Angelegenheit zu finden.”

“Ich habe Herrn Erdogan gesagt: Wir haben alle einen gemeinsamen Feind, das ist der IS. Und ich will sicherstellen, dass wir uns auf diese Gefahr konzentrieren”, sagte Obama nach dem Treffen in der Residenz der US-Botschafterin in Paris.

“Ich will es sehr deutlich sagen: Die Türkei ist ein NATO-Verbündeter”, sagte der US-Präsident zugleich. Die Türkei habe das Recht, “sich, ihren Luftraum und ihr Territorium zu verteidigen”.

Der Abschuss des russischen Kampfflugzeugs im syrisch-türkischen Grenzgebiet vor einer Woche hat zu schweren Verwerfungen zwischen Moskau und Ankara geführt. Unter anderem beschloss der Kreml eine Reihe von Sanktionen gegen die Türkei.

Russlands Staatschef Wladimir Putin warf der Türkei am Montag am zudem vor, den Kampfjet offenbar abgeschossen zu haben, um Öllieferungen des IS in die Türkei zu schützen. Erdogan wies solche Vorwürfe empört zurück und erklärte, sollten Öllieferungen des IS an die Türkei bewiesen werden, würde er zurücktreten.

Erdogan versicherte, dass sein Land Spannungen mit Russland vermeiden wolle. Die Türkei sei entschlossen, den Kampf gegen den IS voranzutreiben.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen