Radikale Tierschützer werden gewalttätig

Tierschützer bei einer Veranstaltung in Genf: Sie setzten sich für die Tiere ein.
Tierschützer bei einer Veranstaltung in Genf: Sie setzten sich für die Tiere ein. © KEYSTONE/Martial Trezzini
Die Schweizer Bevölkerung ist immer stärker sensibilisiert auf Tierschutzfragen. Das äussert sich in der steigenden Zahl der Tierschutz-Verfahren. Waren es 2006 noch deren 609, wuchs die Zahl 2015 auf 1998.

Anderseits erhalten Institutionen, die sich dem Wohl der Tiere widmen, immer mehr Spenden. Zulauf verzeichnen aber auch Vereinigungen, die sich nicht als Tierschutz-, sondern als Tierrechtsorganisationen verstehen und wesentlich radikalerer Forderungen stellen schreibt die «NZZ am Sonntag».

Einbrüche in Schweineställe

«Die Aktivitäten von radikalen und militanten Tierschützern haben in letzter Zeit deutlich zugenommen», sagt Fritz Rothen von IP Suisse, dem Verband der integriert produzierenden Bauern in der Schweiz. So sind Unbekannte im letzten Jahr in mindestens ein halbes Dutzend Schweine- und Geflügelställe von IP-Bauern eingebrochen, um Tiere zu filmen. Zudem wurden Fahrzeuge beschädigt, Liegenschaften besprayt und Drohbriefe an die Vertreter von Fleischproduzenten und Fleischverbänden verschickt.

(SDA)


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