Schweizer Siege in Luzern durch Sprunger und Fontanive

Konnte in Luzern bei schwierigen Bedingungen nicht an ihre Leistung vom Wochenende anknüpfen: Nicole Büchler
Konnte in Luzern bei schwierigen Bedingungen nicht an ihre Leistung vom Wochenende anknüpfen: Nicole Büchler © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER
Lea Sprunger und Petra Fontanive sorgen bei Spitzenleichtathletik Luzern für Schweizer Siege im Hauptprogramm. Die als Favoritin gestartete Nicole Büchler muss sich mit Rang 2 begnügen.

Mit 22,97 Sekunden entschied Sprunger über das 200 m das mit viel Spannung erwartete Schweizer Duell gegen Mujinga Kambundji (23,05) für sich. Sprunger gewann das Rennen vor der Amerikanerin Aaliyah Brown (22,98), Kambundji wurde Dritte. «Es war ein sauberes Rennen», sagte Sprunger, deren Spezialdisziplin die 400 m Hürden sind. «Eine Zeit unter 23 Sekunden ist immer gut. Ich bin froh, dass ich gewinnen konnte. Das war sehr wichtig.»

Fontanive siegte über 400 m Hürden in 54,74 Sekunden vor der Jamaikanerin Janieve Russell. Die 28-Jährige, die Ende Saison aufhört, lief nach Genf (54,56) zum zweiten Mal in ihrer Karriere unter 55 Sekunden. Vor 2017 hatte ihre Bestzeit 56,09 Sekunden betragen.

Büchler scheiterte bereits auf 4,55 m und musste sich mit 4,40 m hinter der Russin Olga Mullina (4,62 m) mit dem 2. Platz begnügen. Am Sonntag noch war der 33-jährigen Seeländerin beim 2. Platz am Diamond-League-Meeting in London mit 4,73 m eine Saisonbestleistung gelungen.

«Der letzte Sprung über 4,55 m wäre sehr gut gewesen, der Stab war aber viel zu weich», sagte Büchler. Das sei jedoch ein sehr gutes Zeichen. Wäre ihr ein solcher Sprung im zweiten Versuch über 4,55 gelungen, dann hätte sie auf einen härteren Stab gewechselt.

Eine Enttäuschung setzte es für Kariem Hussein ab. Der Europameister von 2014 wurde über 400 m Hürden lediglich Sechster. Mit 49,79 Sekunden blieb der 28-jährige Thurgauer gleich um eine Sekunde unter der am vergangenen Donnerstag an der Athletissima in Lausanne erzielten persönlichen Saisonbestleistung. «Ich hatte mich gut gefühlt. Aber hinten heraus lief ich nicht konsequent genug», erklärte Hussein.

Noemi Zbären blieb über 100 m Hürden mit 13,44 Sekunden deutlich über der WM-Limite von 12,98 Sekunden. Dennoch war die 23-jährige Emmentalerin angesichts der Umstände mit ihrem Rennen nicht unzufrieden, auch wenn sie «nicht den besten Tag erwischte». Am vergangenen Donnerstag war sie an der Athletissima in Lausanne an der achten Hürde hängen geblieben und hatte sich eine Prellung an der linken Wade zugezogen. Deshalb war ein Start auf der Allmend bis am Montag ungewiss. Zudem blies ein Gegenwind von 1,2 m/s.

Auf die WM-Limite will sie sich nicht zu stark versteifen. «Diese ist ein hohes Ziel», so Zbären. «Ich werde nicht am Boden zerstört sein, wenn ich sie nicht erreiche.» Die letzten Möglichkeiten, doch noch an die Weltmeisterschaften zu fahren, bieten sich ihr am kommenden Dienstag in Bellinzona sowie an den Schweizer Meisterschaften in Zürich (21./22. Juli).

(SDA)


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