“Rausgeworfenes Geld! Horror-Show!”

Von Marco Latzer
Kein Scherz: Diese Szene stammt von der Gotthard-Eröffnungsfeier. Bild: Keystone
Kein Scherz: Diese Szene stammt von der Gotthard-Eröffnungsfeier. Bild: Keystone
Freie Fahrt für die Schweizer Bundespolitiker: Die Parlamentarier gehören mit zu den ersten, die im Zug durch das 57-Kilometer-Loch im Gotthard brausen dürfen. Vom grossen Bahnhof rund um die Röhre sind aber längst nicht alle Politiker angetan.

In einem sind sich Politikerinnen und Politiker jeglicher Couleur einig: Der Gotthard ist ein Jahrhundertbauwerk für die Schweiz – ein grosses Meisterwerk für ein kleines Land. Wenig Begeisterung erntet dagegen der üppige Eröffnungsevent vor dem Süd- und Nordportal, den sich die Verantwortlichen stattliche acht Millionen Franken kosten liessen. Vor allem Vertreter der SVP üben happige Kritik.

Die Inszenierung mit 600 Darstellerinnen und Darstellern fand gleichzeitig in Pollegio TI und Rynächt UR statt – samt Grossleinwand, Tanzdarbietungen und Alphornbläser. Und doch sei es eine üble Darbietung gewesen, findet beispielsweise der Ausserrhoder SVP-Nationalrat David Zuberbühler auf seinem Facebook-Profil.

zuberbuehlergotthard

Parteikollegin Natalie Rickli (SVP/ZH) bläst via Twitter ins selbe Horn:

 Ähnliche Gedanken macht sich auch Andreas Glarner aus dem unterdessen über die Grenzen hinaus bekannten Oberwil-Lieli:  

Grund für den Politiker-Frust dürfte die “Zombie-Darbietung” während der Eröffnungsfeier gewesen sein:

Etwas irritiert scheint auch SP-Mann Cédric Wermuth zu sein:  

Der Berner FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen kann sich derweil einen Seitenhieb auf das Kleid von Bundesrätin Doris Leuthard nicht verkneifen:


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