Real Madrid gelingt die Wende dank Ronaldo

Wolfsburgs Diego Benaglio musste sich Cristiano Ronaldo dreimal geschlagen geben
Wolfsburgs Diego Benaglio musste sich Cristiano Ronaldo dreimal geschlagen geben © Keystone/EPA/Carmen Jaspersen
Real Madrid gewinnt zu Hause dank einer Triplette von Cristiano Ronaldo gegen Wolfsburg 3:0, korrigiert damit das 0:2 aus dem Viertelfinal-Hinspiel und steht im Champions-League-Halbfinal.

Es dauerte nur wenig mehr als eine Viertelstunde, ehe Real die Hypothek aus dem missglückten Gastspiel in Wolfsburg egalisiert hatte. Erst traf Ronaldo nach einem Angriff über die rechte Seite, keine zwei Minuten später markierte er das 2:0 nach einem Corner von links. 13 Minuten vor Schluss avancierte der Portugiese mit seinem 16. Treffer im laufenden Wettbewerb definitiv zum Matchwinner. Wolfsburg, das sich bis dahin primär aufs Verteidigen konzentrierte, war zu keiner Reaktion mehr fähig. Auch die verzweifelten langen Bälle in den Schlussminuten fanden keine Abnehmer.

Der VfL, bei dem Diego Benaglio und Ricardo Rodriguez wiederum von Beginn weg spielten, hatte sich erst nach einer halben Stunde sporadisch aus der Umklammerung lösen können. Einen Weitschuss von Luiz Gustavo parierte Keylor Navas (34. Minute), bei der zweiten Wolfsburger Torchance handelte Bruno Henrique im Strafraum zu wenig entschlossen (38.). Weil sich Wolfsburg mit einem Auswärtstreffer wieder alle Vorteile verschafft hätte, war ein Scheitern Reals genauso möglich wie die Vollendung der „remontada“, des erfolgreichen Comebacks nach der Hinspiel-Pleite – insbesondere, da Reals Vorstösse nach dem 2:0 zunächst scheiterten respektive Benaglio und die Wölfe in der 66. Minute nach einem Kopfball Sergio Ramos’ an den Innenpfosten Glück bekundeten.

Schliesslich brachte ein Freistoss in der 77. Minute die Entscheidung. Ronaldo konnten den Ball auch deshalb im Netz versenken, weil die Mauer der Wolfsburger im dümmsten Moment regelrecht auseinanderfiel und der Ball zwischen Dante und Joshua Guilavogui hindurch flog. Benaglio war machtlos.

Bereits vor dem Anpfiff hatte Real nichts unversucht gelassen: Zwecks Raumgewinn hatte der Champions-League-Sieger von 2014 die Seitenlinien im Santiago Bernabeu um einige Zentimeter weiter nach aussen versetzt. Natürlich liess Real nichts unversucht, der Druck war ja auch gross, der auf den Spaniern lastete. An der Aufstellung hatte Trainer Zinédine Zidane indes wenig geändert: Zehn der elf Positionen besetzte er gleich wie im Hinspiel, einzig den in Wolfsburg schwachen Aussenverteidiger Danilo ersetzte er durch Daniel Carvajal. Er bekam für das Vertrauen in seine Spieler recht.

Resultate und Programm der Viertelfinal-Rückspiele in der Champions-League:

Real Madrid – Wolfsburg 3:0 (2:0). – 80’000 Zuschauer. – SR Kassai (HUN). – Tore: 16. Ronaldo 1:0. 17. Ronaldo 2:0. 77. Ronaldo 3:0.

Real Madrid: Navas; Carvajal, Pepe, Ramos, Marcelo; Modric (90. Varane), Casemiro, Kroos; Bale, Benzema (84. Jese), Ronaldo.

Wolfsburg: Benaglio; Vieirinha, Naldo, Dante, Rodriguez; Luiz Gustavo, Guilavogui (80. Dost); Henrique (73. Caligiuri), Arnold, Draxler (32. Kruse); Schürrle.

Bemerkungen: Wolfsburg ohne Caligiuri und Jung (alle verletzt). 32. Draxler mit Oberschenkel-Verletzung out. 66. Kopfball von Ramos an den Innenpfosten. Verwarnungen: 45. Arnold. 76. Gustavo. 80. Ronaldo. 85. Dante. 90. Vierinha (alle Foul).

Manchester City – Paris Saint-Germain 1:0 (0:0); Hinspiel: 2:2.

Am Mittwoch (20.45 Uhr): Benfica Lissabon – Bayern München (Hinspiel: 0:1), Atletico Madrid – FC Barcelona (1:2).

(SDA)


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