Auf 3000m zur Übernachtung gezwungen

Die Bergretter der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega) im Einsatz. Sie mussten drei Skitourenfahrer ausfliegen, die zusammen mit ihren vier Rettern eine Nacht im Biwak verbracht hatten. (Bild: Rega)
Die Bergretter der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega) im Einsatz. Sie mussten drei Skitourenfahrer ausfliegen, die zusammen mit ihren vier Rettern eine Nacht im Biwak verbracht hatten. (Bild: Rega) © Keystone
Vier Bergretter des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) haben zusammen mit drei Skitourenfahrern am Radüner Rothorn bei Davos eine Nacht im selbstgebauten Schneebiwak verbringen müssen. Die Rega holte die Gruppe – darunter ein Verletzter – am Sonntagmorgen ab.

Die Einsatzzentrale der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega) war am späten Samstagnachmittag über die drei durch eine Verletzung blockierten Skitourenfahrer am etwas über 3000 Meter hohen Radüner Rothorn orientiert worden, wie aus einer Mitteilung vom Sonntag hervorgeht.

Da Nebel und die hereinbrechende Nacht jedoch eine Helikopterrettung verunmöglichte, stiegen vier Bergretter des SAC, darunter ein Fachspezialist Medizin, mit Tourenskis und Rettungsschlitten zu der Gruppe auf.

Nach einem mehrstündigen Aufstieg fanden die Retter die Gruppe im Dunkeln. Sie verbrachten die Nacht zusammen in einem selbstgegrabenen Schneebiwak, wo der Verletzte auch notdürftig versorgt werden konnte. Am Sonntagmorgen erlaubte es das Wetter der Rega-Crew aus Untervaz, die verletzte Person und die beiden Begleiter mit dem Helikopter auszufliegen.

Insgesamt hat die Helikopter-Einsatzzentrale der Rega am Wochenende rund 70 Einsätze koordiniert. Gut zwei Drittel der Fälle galten Wintersportlern, die in Not geraten waren.

(SDA)


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