Regierung gibt Fehler zu

Nach dem Ölunfall hat die Feuerwehr eine Ölsperre errichtet.
Nach dem Ölunfall hat die Feuerwehr eine Ölsperre errichtet. © Reto Martin/St.Galler Tagblatt
Der Stadtrat von Diessenhofen und die Thurgauer Regierung lagen sich nach dem Ölunfall im Februar in den Haaren. Nun räumt diese Fehler ein.

Im Februar floss Öl aus einer Leitung in den Rhein. Es war eine der stärksten Gewässerverschmutzungen seit Jahren. Seither beschäftigt der Vorfall die Thurgauer Politik. Gemäss “Thurgauer Zeitung” gibt die Regierung nun Fehler zu. In einer Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss schreibt sie, dass eine baurechtliche Beurteilung der Leitung unterlassen wurde. Diese werde nun nachgeholt.

Kantonsrat Daniel Vetterli hatte unter anderem wissen, warum Tiefenwasser aus dem Geothermieprojekt in den Rhein geleitet wurde und wer den Bau der Leitung bewilligt hatte. Der Parlamentarier sieht sich jetzt in seiner Einschätzung bestätigt, dass die Bewilligung in einer “Nacht-und-Nebel-Aktion” erteilt wurde.

Warum das Öl in die Geothermieanlage gelangte, ist bis heute unklar.

Nach dem Vorfall hatte der Stadtrat von Diessenhofen öffentlich eine Stilllegung der Leitung gefordert. Dies passte der Regierung jedoch nicht. Sie war vom Vorgehen befremdet.

(red)


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