Reisebüros geben sich kulant

Sanitäter am Ort des Anschlags in der Nähe der Blauen Moschee.
Sanitäter am Ort des Anschlags in der Nähe der Blauen Moschee. © Keystone/EPA/TOLGA BOZOGLU
Nach dem tödlichen Anschlag auf Touristen in Istanbul sind die Ostschweizer Reisebüros nicht gerade beunruhigt, behalten die Situation in der Türkei jedoch im Auge. Rolf Helbling, Inhaber des gleichnamigen Reisebüros in Gossau und Teufen, gibt Auskunft.

“Für die Reisebüros bedeutet der Anschlag und die Reisewarnung des Eidgenössischen Departements des Äussern, dass sie die Situation gut beobachten”, sagt Rolf Helbling gegenüber FM1. Am Dienstag sind bei einem Selbstmordattentat in der türkischen Metropole Istanbul elf Menschen gestorben, 15 wurden verletzt. Die Türkei machte schon kurz nach dem Anschlag einen “Selbstmordattentäter syrischer Herkunft” für die Tat verantwortlich. Unterdessen sind drei russische Staatsbürger mit angeblichen Verbindungen zum IS festgenommen worden.

Rolf Helbling

Rolf Helbling. pd

Der Anschlag galt offenbar einer Touristengruppe aus Deutschland. Rolf Helbling: “Derzeit ist nicht wirklich die Reisezeit für die Türkei, wir haben selbst auch noch keine Reaktionen auf das Attentat gehabt.” In der Regel würden Ferienhungrige jetzt die Türkeireise für die Herbstferien buchen. “Jetzt warten sie vielleicht noch eine Woche und schauen, wie sich die Situation entwickelt. Und buchen dann”, sagt Helbling.

Helbling betont, dass die Reisebüros in der Regel sehr kulant seien: “Den Kunden, die diese Destination gebucht haben und nicht gehen wollen, wird eine Alternative angeboten oder die Reise storniert.”

(red.)


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