Rentner wählen am fleissigsten

Bei den Männern über 65 lag die Stimmbeteiligung bei 71 Prozent.
Bei den Männern über 65 lag die Stimmbeteiligung bei 71 Prozent. © KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
Bei den National- und Ständeratswahlen vom 18. Oktober haben die Älteren in der Stadt St. Gallen fleissiger gewählt als die Jungen. Männer nahmen häufiger an der Wahl teil als Frauen – mit Ausnahme der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen.

Eine Auswertung der Stimmausweise durch die Stadt zeigt: Die fleissigsten Wähler in St. Gallen sind die Männer über 65. Ihre Wahlbeteiligung lag bei gut 71 Prozent. Von den gleichaltrigen Frauen gingen nur 55 Prozent wählen. Ganz anders die 18- und 19-Jährigen: Nur jede dritte Person machte hier vom Wahlrecht Gebrauch. Die jungen Männer wählten mit knapp 35 Prozent etwas öfter als die Frauen mit 31,7 Prozent. Umgekehrt verhielt sich die Gruppe der 20- bis 29-Jährigen, in der die Frauen knapp die Nase vorn hatten.

Generell nimmt die Wahlbeteiligung mit dem Alter zu. Bei den 30- bis 34-Jährigen machten in der Stadt knapp 45 Prozent vom Wahlrecht Gebrauch, bei den 50- bis 54-Jährigen waren es rund 56 Prozent und bei den 60- bis 64-Jährigen 64 Prozent.

Bei den über 65-Jährigen nimmt die Wahlbeteiligung wieder ab auf rund 61 Prozent. In dieser Altersgruppe wählten allerdings viel mehr Männer (71 Prozent) als Frauen (55 Prozent). Im Vergleich zu den Wahlen 2011 gab es 2015 keine nennenswerten Veränderungen.

Die Stadt hat auch das Wahlverhalten nach Quartieren ausgewertet. Die fleissigsten Wählerinnen und Wähler wohnen in Rotmonten mit 72 Prozent Beteiligung und in St. Georgen mit 64,5 Prozent. Die niedrigsten Wahlbeteiligungen, je rund 43 Prozent, verzeichneten Winkeln und St. Fiden.

(SDA)


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