Fussballspieler des FC St.Margrethen ausgeschafft

Der FC St.Margrethen wird vom SFV freigesprochen, die Behörden ermitteln jedoch weiter. (Symbolbild)
Der FC St.Margrethen wird vom SFV freigesprochen, die Behörden ermitteln jedoch weiter. (Symbolbild) © KEYSTONE/AP/PAUL SANCYA
Ende September wurden fünf Spieler des Fussballvereins St.Margethen durch die Kantonspolizei verhaftet. Laut der Staatsanwaltschaft spielten sie ohne Arbeitsbewilligung für einen Fussballverein. Es wurden Strafbefehle und Einreisesperren ausgesprochen. Vier Männer wurden demnach ausgeschafft. 

Die Kantonspolizei erhielt vom St.Galler Migrationsamt einen Hinweis, dass bei einem Fussballverein im Rheintal mutmasslich Spieler ohne Arbeitsbewilligung unter Vertrag stünden. Im Rahmen der Ermittlungen wurden ein 20-jähriger und ein 28-jähriger Brasilianer sowie zwei 22-jährige und ein 21-jähriger Bosnier an ihren Wohnorten festgenommen.

Keine Aufenthaltsbewilligung

Wie die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen in einer Mitteilung schreibt, wurden die fünf Männer wegen rechtswidrigem Aufenthalt und Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung zu bedingten Geldstrafen verurteilt. Diese sind gemäss Mitteilung noch nicht rechtskräftig.

Ausschaffungen und Einreisesperren

Das Migrationsamt des Kantons St. Gallen liess drei Bosnier und einen Brasilianer Ende letzter Woche ausschaffen. Der zweite Brasilianer hat die Schweiz freiwillig verlassen. Alle fünf Ausländer wurden mit einer dreijährigen Einreisesperren belegt. Gegen die Verantwortlichen des Fussballvereins laufen derzeit polizeiliche Ermittlungen. Sofern sich der Verdacht bestätigt, dass die Verantwortlichen des Clubs die Ausländer ohne Arbeitsbewilligung arbeiten liess, muss auch der Club mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

(saz)


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