Rhesi wird Generationen beschäftigen

Visualisierung des Rheins der Zukunft bei Montlingen.
Visualisierung des Rheins der Zukunft bei Montlingen. © Archiv
Wie soll das Rheintal in Zukunft vor Hochwasser geschützt werden? Mit dieser Frage beschäftigen sich seit zehn Jahren die Verantwortlichen vom Hochwasserschutzprojekt Rhesi.   Langsam werden die Pläne konkret.

Für den Rhein der Zukunft sollen die Dämme so bleiben, wie sie jetzt sind, das Flussbett soll allerdings vergrössert werden. Neu geschaffene Sandbänke sollen dafür sorgen, dass das Wasser an der Uferzone vorbeifliesst. Das wiederum soll neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen ermöglichen.

Am Donnerstag haben die Projektverantwortlichen am Startschuss zum Vorprojekt zum ersten Mal ihre Visionen präsentiert. Sie sind guter Dinge, mit dem ersten Vorschlag auf offene Ohren zu stossen. “Wir werden es wahrscheinlich nicht schaffen, dass alle mit dem Projekt zufrieden sind”, sagt Projektleiter Markus Mähr. “Aber wir sind nahe an einer Lösung, die gut und ausgewogen ist.”

Tatsächlich gibt es rund um die Frage, wie der Rhein ausgeweitet werden soll, einen Haufen unterschiedlicher Meinungen: Die Bauern, die Gemeinden und die Umweltverbände wollen alle mitreden. Es gibt einige Aspekte zu berücksichtigen: Die Trinkwassersicherheit soll garantiert werden, die Landwirtschaft will keinen Boden abgeben, die Umweltverbände wollen die vorhandenen Defizite der Ökologie beheben. Dass diese Differenzen nicht so leicht bereinigt werden können, ist klar. Zahlreiche Gespräche müssen geführt werden.

Und vorhersehbar sind auch die Kosten für das Projekt: 600 Millionen Franken werden die Baukosten ausmachen. Nur ist noch nicht klar, welchen Anteil Österreich und welchen Anteil die Schweiz übernehmen soll. (red)


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