Rolf Theiler tritt als Co-Präsident zurück

Rolf Theiler (ganz links) in einer Archiv-Aufnahme aus dem Jahr 2004 mit dem damaligen Bundesrat Samuel Schmid, Südafrikas Staatchef Frederik Willem de Klerk und seinem Bruder Urs Theiler
Rolf Theiler (ganz links) in einer Archiv-Aufnahme aus dem Jahr 2004 mit dem damaligen Bundesrat Samuel Schmid, Südafrikas Staatchef Frederik Willem de Klerk und seinem Bruder Urs Theiler © KEYSTONE/EDDY RISCH
Rolf Theiler tritt nach nach knapp 30 Jahren als Co-Präsident des Mercedes-Benz CSI Zürich zurück. Der 58-Jährige amtet beim Pferdesport-Anlass im Hallenstadion vom 29. bis 31. Januar 2016 letztmals als Sportchef. Theiler bleibt dem Anlass als Aktionär und Verwaltungsrat verbunden.

Der ehemalige Reiter der Schweizer Nationalmannschaft hatte den CSI Zürich zusammen mit seinem Bruder Urs Theiler 1988 in der offenen Radrennbahn in Zürich-Oerlikon ins Leben gerufen. Seither haben die Theilers mit dem Event immer wieder neue Massstäbe gesetzt – hohe Preisgelder, VIP-Sektoren oder einen zentralen Show-Teil haben viele andere Organisatoren in der Reitszene als Idee übernommen. ” Rolf Theiler begründete seinen Entschied unter anderem damit, dass er “gross mehrheitlich in Südafrika lebt und bald der 60. Geburtstag ansteht”.

Rolf Theiler, der mehrere Spitzenpferde besass und besitzt, ist nicht bloss im Reitsport bestens vernetzt. Im Jahr 2000 war er Gründungsmitglied von SwissTopSport. Die Vereinigung der bedeutendsten Sportanlässe der Schweiz präsidierte er von Mai 2006 bis April 2013. Seit vier Jahren steht er der Laureus Foundation Switzerland vor.

Rolf Theiler genoss in seinem letzten Jahr als Sportchef des CSI Zürich die Präsentation des Starterfeldes. Neun der aktuell besten zehn Europäer in der Weltrangliste reisen zu dem mit 930’000 Franken dotierten Anlass an. An der Spitze steht der Franzose Simon Delestre, aktuell die Nummer 2 im Ranking. Den Mann, den es zu bezwingen gilt, kommt aber aus Deutschland. Christian Ahlmann steht derzeit souverän an der Spitze der Weltcup-Wertung der für die hiesigen Breitengrade massgeblichen westeuropäischen Liga. Angesichts dieser Dichte an Spitzenreitern lässt sich die Absage von Scott Brash verkraften.

Der Olympiasieger Steve Guerdat führt die Schweizer Equipe an. Der Jurassier nimmt die beiden Hauptprüfungen vom Freitagabend und Sonntagnachmittag – den Longines Grand Prix und die Weltcup-Prüfung Mercedes-Benz Classic – mit Corbinian in Angriff. Mit Janika Sprunger, Romain Duguet, Paul Estermann, Martin Fuchs und Ersatzreiter Niklaus Rutschi tritt die komplette EM-Equipe an, die letzten Sommer in Aachen Bronze gewann und die Olympia-Qualifikation in trockene Tücher brachte. Pius Schwizer fehlt ebenso wenig wie der Schweizer Meister Werner Muff, Jane Richard Philips oder Claudia Gisler. Letztere hat aufgrund ihrer Leistungen in Basel die letzte CSI-Wildcard erhalten.

Der Freitagabend erfährt 2016 eine Programmänderung. Damit die Zuschauer im Feierabend-Verkehr nicht in Zeitnot geraten, startet der Longines Grand Prix neu erst um 19.30 Uhr, das Mercedes-Benz Jump & Drive wird dagegen vorgezogen. Ebenfalls neu wird jeder Tag mit der Show abgeschlossen.

(SDA)


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