Rom bestraft Picknick auf Spanischer Treppe

Selfie auf der Spanischen Treppe in Rom. Picknicks hingegen sollen verboten sein. (Archiv)
Selfie auf der Spanischen Treppe in Rom. Picknicks hingegen sollen verboten sein. (Archiv) © KEYSTONE/AP/ANDREW MEDICHINI
Nach der Wiedereröffnung der Spanischen Treppe sagt Rom Touristen und Einheimischen den Kampf an, die auf dem weissen Marmors picknicken. Gegen sieben Touristen wurden Strafen von insgesamt 900 Euro verhängt, die mit Drinks und Snacks auf den Treppen erwischt wurden.

Um das berühmte Bauwerk, das am Mittwoch nach neunmonatigen Restaurierungsarbeiten eröffnet wurde, tobt seit Tagen eine heftige Debatte. Eine Gruppe von Architekten, Künstlern und Intellektuellen hat eine Unterschriftensammlung gestartet, mit der die Schliessung des zentralen Teils der Treppe aus weissem Marmor verlangt wird.

Lediglich die Seitentreppen sollen zugänglich bleiben, lautete die Forderung. Bürgermeisterin Virginia Raggi erwiderte jedoch, dass die Spanische Treppe weiterhin rund um die Uhr zugänglich bleiben, jedoch streng kontrolliert werden soll.

Damit soll verhindert werden, dass Touristen und Einheimische auf dem Bauwerk des Architekten Francesco De Sanctis aus dem 19. Jahrhundert sitzen und Abfall zurücklassen. Die Initiatoren der Petition folgen einem Appell des römischen Juweliers Paolo Bulgari, der als Mäzen die Restaurierung mit einer Million Euro finanziert hat und die Stiege zumindest in der Nacht absperren will.

(SDA)


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