Rotkreuz-Freiwillige betreuen Asylsuchende

In Buchs werden Flüchtlinge von Freiwilligen betreut (Symbolbild).
In Buchs werden Flüchtlinge von Freiwilligen betreut (Symbolbild). © (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) unterstützt den Bund bei den Erstbetreuung von ankommenden Flüchtlingen. Seit vergangenen November haben SRK-Freiwillige in der Sammelstelle Buchs rund 1500 Asylsuchende betreut, die auf die Aufnahme in einem Empfangszentrum warten.

Der anhaltende Andrang von Flüchtlingen hat beim Bund und bei den Kantonen zu einer angespannten Lage bei der Unterbringung geführt. Damit die Asylsuchenden nicht auf der Strasse auf eine Aufnahme in die ordentlichen Aufnahmestrukturen des Bundes warten müssten, sei das Staatsekretariat für Migration (SEM) gezwungen, zeitlich befristete Notmassnahmen zu treffen, schrieb das SRK am Donnerstag in einem Communiqué.

Tägliche Präsenz

Wenn nicht mehr genügend Platz im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) des Bundes in Altstätten SG vorhanden ist, werden die Flüchtlingen nach dem Grenzübertritt in die Sammelstelle Buchs überwiesen. Das SRK sei angefragt worden, dabei die Betreuung der Asylsuchenden zu übernehmen.

Seit November 2015 sind jeden Tag Teams mit bis zu fünf SRK-Freiwilligen 17 Stunden in der Sammelstelle präsent. Ein bis zwei Personen übernachten vor Ort, um im Notfall einsatzbereit zu sein. Die Unterbringung in Buchs ist zeitlich befristet und sollte nicht länger als 36 Stunden dauern.

Die Rotkreuz-Freiwilligen begleiten die Asylsuchenden, verteilen Kleider und Verpflegung, sorgen für medizinische Betreuung und regeln den Tagesablauf der Ankommenden. Die Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern des SEM und den Rotkreuz-Freiwilligen habe sich bestens eingespielt, hiess es weiter.

SRK auch in Deutschland im Einsatz

Ähnlich wie in Buchs sind seit vergangenen November Teams von Freiwilligen des SRK auch in Bayern im Einsatz. Sie unterstützen das Deutsche Rote Kreuz in Erding bei der Erstbetreuung von neu eintreffenden Asylsuchenden.

Auch wenn die Schweiz durch die Migrationsströme in Europa vergleichsweise wenig betroffen sei, wolle das SRK seinen Beitrag zur Hilfe für die Menschen auf der Flucht im In- und Ausland leisten. Das SRK verstärkt sein Engagement im Migrationsbereich und stellt dafür zusätzliche 2 Millionen Franken bereit. (SDA)


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