Russische Leichtathleten protestieren gegen Kollektivstrafe

Jelena Isinbajewa bezeichnet den vorläufigen Olympia-Ausschluss gegen Russland als "unfair"
Jelena Isinbajewa bezeichnet den vorläufigen Olympia-Ausschluss gegen Russland als "unfair" © KEYSTONE/AP/PAVEL GOLOVKIN
Aus Protest gegen ihre Suspendierung im Dopingskandal wenden sich russische Leichtathleten mit einer Protest-Erklärung an den Weltverband (IAAF). Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Isinbajewa nennt den vorläufigen Olympia-Ausschluss Russlands “unfair”.

“Warum sollten saubere Athleten wegen der Fehler anderer Sportler leiden? Die IAAF sollte objektiv sein und jeden Fall einzeln betrachten”, sagte Isinbajewa. Ein möglicher Start von ihr unter olympischer Flagge bei den Spielen in Brasilien sei unsicher. “So etwas wird zwar diskutiert, aber bisher weiss niemand etwas Genaues.”

Die zweifache Olympiasiegerin schloss eine Bewerbung um den Chefposten des krisengeschüttelten russischen Leichtathletikverbands nicht aus. “Nach den Spielen in Rio schaue ich mir alle Möglichkeiten an, die sich bieten”, sagte die 33-Jährige. Isinbajewa war von Sportminister Witali Mutko als Reformerin ins Spiel gebracht worden.

Die IAAF wirft Russland massives Doping vor und hat Leichtathleten aus dem Land vorläufig für alle internationale Wettbewerbe gesperrt. Moskau weist die Anschuldigen zurück, räumt aber Probleme ein.

(SI)


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