Putin bittet Briten um Hilfe bei Auswertung von Kampfjet-Blackbox

Russlands Präsident Wladimir Putin und Verteidigungsminister Sergei Schoigu präsentieren den Flugschreiber des abgeschossenen Kampfjets.
Russlands Präsident Wladimir Putin und Verteidigungsminister Sergei Schoigu präsentieren den Flugschreiber des abgeschossenen Kampfjets. © KEYSTONE/AP POOL SPUTNIK KREMLIN/MIKHAIL KLIMENTYEV
Russlands Präsident Wladimir Putin hat für die Auswertung der Blackbox des abgeschossenen russischen Kampfflugzeugs britische Experten um Hilfe gebeten. Wie der Kreml mitteilte, besprach Putin sein Anliegen bei einem Telefonat mit Premierminister David Cameron.

Am Dienstag hatte Russland die Blackbox des von der Türkei abgeschossenen Jets präsentiert. Putin ordnete im Beisein seines Verteidigungsministers Sergej Schoigu an, dass der Flugschreiber nur in Anwesenheit von “ausländischen Experten” untersucht und ausgewertet werden dürfe.

Der Abschuss des russischen Kampfjets durch die Türkei an der türkisch-syrischen Grenze am 24. November hatte zu einem schweren Zerwürfnis zwischen Moskau und Ankara geführt. Moskau beschloss eine Reihe von Strafmassnahmen gegen das Land.

Von der Untersuchung der Blackbox erhofft sich Russland Aufschluss über die Geschossbahn und die Position des Kampfflugzeugs. Die Türkei hatte den Abschuss damit begründet, dass die Maschine türkischen Luftraum verletzt habe.

Wie der Kreml am Mittwoch weiter erklärte, waren sich Cameron und Putin bei ihrem Gespräch einig über die “Gefahr”, die von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und anderen “Terrorgruppen in der Region” ausgehe.

Sie sprachen demnach über eine Kooperation auf Regierungsebene, es blieb aber unklar, ob damit eine Zusammenarbeit beider Armeen oder der Geheimdienste gemeint war. Beide Länder fliegen in Syrien Luftangriffe auf Stellungen von Extremisten.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen