Sackschwach! FCSG spielte wie ein Absteiger

Sackschwach! FCSG spielte wie ein Absteiger
© Edgar Salli von St. Gallen, rechts, gegen Migjen Basha von Luzern. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Die Zinnbauer-Elf zieht gegen Luzern einen ganz düsteren Abend ein und verliert mit 2:3. Wäre der Gegner in der Chancenverwertung effizienter gewesen, hätte es für den FC St. Gallen gar eine veritable Klatsche abgesetzt. Das Cup-Abenteuer ist bereits vorbei; hier gibt es die Einzelkritik der Espen-Kicker.

Tor:

Marcel Herzog. Note: 4,0. Hielt den einen oder anderen eigentlich unhaltbaren Ball. Das muss man ihm anrechnen. War im Tor ansonsten eine arme Sau.

 

Verteidigung:

Silvan Hefti. Note: 3,5. War Teil einer katastrophalen Defensive. Einem 18-Jährigen kann man das aber nicht wirklich anlasten.

Daniele Russo. Note: 1,5. Es bleibt ein Rätsel, weshalb Joe Zinnbauer auf ihn setzte. Ein Unsicherheitsfaktor in jederlei Hinsicht.

Roy Gelmi. Note: 2,5. Musste nach der Verletzung von Wiss die Captain-Binde und die Rolle als Defensivpatron übernehmen. War dieser Aufgabe aber nicht gewachsen.

Martin Angha. Note: 3,0. Überfordert mit dem schnellen Luzerner Umschaltspiel, immerhin das eine oder andere Mal bei stehenden Bällen im gegnerischen Sechzehner positiv in Erscheinung getreten.

 

Mittelfeld:

Everton. Note: 3,5. Kämpfte wenigstens, zeigte zwei, drei schnelle Antritte und brachte ab und zu wenigstens den Hauch von Torgefahr. Holte natürlich seine obligatorische Gelbe – same procedure as nearly every time.

Alain Wiss. Note: keine Bewertung. Musste schon nach etwas mehr als zehn Minuten vom Platz. Für ihn kam Janjatovic rein, der dann eine Viertelstunde vor Schluss wieder ausgewechselt wurde. Der hätte an dieser Stelle eine glatte Eins erhalten. Immerhin: Cavusevic, in der 67. Minute gekommen, buchte in der Nachspielzeit noch den mehr als schmeichelhaften Anschlusstreffer.

Mario Mutsch. Note: 1,5. Eine Katastrophe! Als Führungsspieler und Routinier inexistent. Keine Einflüsse auf das Spiel. Sorry, aber das war wirklich sackschwach.

Yannis Tafer: Note: 1,0. Noch schlimmer! Er ist ja einer derjenigen, die in der Vergangenheit den Beweis erbracht haben, dass er Fussball spielen könnte. Hat gegen den FCL den Betrieb aber komplett eingestellt – keine Torgefahr aus dem Spiel heraus und miserable Standards. In der 69. Minute kam Aratore für ihn.

Steven Lang: Note 3,5. Buchte immerhin einen Treffer und spielte auch sonst das eine oder andere halbwegs brauchbare Pässchen. Noch einer der besseren St. Galler Elend-Kicker.

 

Sturm:

Edgar Salli: Note 2,0. Die Monaco-Leihgabe war bemüht und gewohnt schnell. Mit Schnelligkeit alleine bist du jedoch noch nicht automatisch ein guter Fussballer, sondern eher ein Leichtathlet. Sonst war da nicht viel.

 

FM1Today-Teamschnitt (Durchschnitt aller bewerteten Spieler): 2,6.

Fazit: Eine erschreckend schwache Leistung des FC St. Gallen. In der Defensive desolat bis katastrophal und in der Offensive selten gesehen. So spielt ein Absteiger. Man kann es nicht anders beschreiben. Der Trainer-Boom in der Ostschweiz ist definitiv vorbei und Joe Zinnbauer muss über die Bücher. Weshalb nominierte er Russo für die Startelf? Weshalb bleibt ein Mutsch trotz Nicht-Leistung auf dem Platz? Wo war das Aufbäumen, die Leidenschaft?! Fragen über Fragen. Und am Wochenende heisst der Gegner für den FC St. Gallen in der Super League ja schon wieder Luzern. (mla)

 


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