Sakarin Sieger der Bergankunft im Wallis – Leader Froome souverän

Der Russe Ilnur Sakarin siegte in Finhaut-Emosson mit fast einer Minute Vorsprung vor dem Kolumbianer Jarlinson Pantano
Der Russe Ilnur Sakarin siegte in Finhaut-Emosson mit fast einer Minute Vorsprung vor dem Kolumbianer Jarlinson Pantano © KEYSTONE/LAURENT GILLIERON
Der Sieg in der 17. Etappe der Tour de France geht an den Russen Ilnur Sakarin. Leader Chris Froome vergrössert bei der Bergankunft im Wallis seinen Vorsprung um einige Sekunden.

Der 26-jährige Russe Sakarin vom Team Katjuscha setzte sich nach 184,5 km von Bern nach Finhaut-Emosson solo mit knapp einer Minute Vorsprung vor dem Kolumbianer Jarlinson Pantano vom Schweizer Team IAM durch. Dritter wurde Rafal Majka. Der Pole steht vor dem Gewinn der Bergpreiswertung der 103. Tour de France.

Für Sakarin, 2015 Sieger der Tour de Romandie, war es der erste Etappensieg bei der Frankreich-Rundfahrt. Ebenfalls im letzten Jahr hatte er bereits einmal ein Teilstück beim Giro d’Italia gewonnen. Im Sommer 2009 war der damals noch nicht 20-jährige Russe wegen Dopings mit einem anabolen Steroid für zwei Jahre gesperrt worden.

Sakarin, Pantano – am Sonntag der Sieger der 15. Etappe in Culoz – und Majka gehörten einer 13-köpfigen Fluchtgruppe an, die mit über zwölf Minuten Vorsprung vor dem Feld die letzten zwei Steigungen in Angriff genommen hatte.

Zu diesen Ausreissern gehörte als einziger Schweizer auch Steve Morabito. Der Walliser klassierte sich in seiner engeren Heimat im 9. Rang. Auf Sieger Sakarin büsste Morabito, der im 10,4 km langen Schlussanstieg nicht mehr mit der Spitze mithalten konnte, 4:38 Minuten ein.

Tour-Leader Chris Froome zeigte sich auch hinauf zur Staumauer des Lac d’Emosson wiederum höchst souverän. Von den Favoriten konnte einzig der Australier Richie Porte mit dem Briten mithalten. Die zwei ehemaligen Teamkollegen kamen mit acht Minuten Rückstand auf Sacharin ins Ziel.

In der Gesamtwertung führt Froome nun mit 2:27 Minuten Vorsprung vor Bauke Mollema. Der Niederländer war auf dem zweitletzten Kilometer in Schwierigkeiten geraten, als Porte angegriffen hatte. Als Dritter liegt der Brite Adam Yates 2:53 Minuten zurück. Der viertklassierte Nairo Quintana büsste knapp 30 Sekunden auf Froome ein und liegt nun rund dreieinhalb Minuten hinter dem zweifachen Tour-Sieger.

Sébastien Reichenbach hatte die Favoritengruppe rund 4 km vor dem Ziel ziehen lassen müssen. Der Walliser büsste auf Froome rund eineinhalb Minuten ein. Im Gesamtklassement verbesserte er sich dank dem Einbruch des Amerikaners Tejay van Garderen um eine Position in den 13. Platz. Reichenbachs Rückstand auf Vorjahressieger Froome beträgt 10:19 Minuten.

Am Donnerstag steht ein Zeitfahren für die Kletterspezialisten an. Auf den 17 km von Sallanches nach Megève geht es fast nur bergauf. Als Topfavorit um den Tagessieg gilt Chris Froome.

(SDA)


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