Sarkozy tritt vor Präsidentschafts-Kandidatur als Parteichef ab

Nicolas Sarkozy will zurück auf sein früheres Amt als Präsident Frankreichs: Weil er sich als Parteipräsident der Republikaner nicht der Vorausscheidung stellen kann, kündigte er nun seinen Rücktritt von diesem Posten an. (Archivbild)
Nicolas Sarkozy will zurück auf sein früheres Amt als Präsident Frankreichs: Weil er sich als Parteipräsident der Republikaner nicht der Vorausscheidung stellen kann, kündigte er nun seinen Rücktritt von diesem Posten an. (Archivbild) © KEYSTONE/AP/MICHEL SPINGLER
Der frühere französische Präsident Nicolas Sarkozy hat am Samstag seinen Abschied von der Spitze der Partei Die Republikaner angekündigt. Er dürfte damit das Feld bereiten für seine Kandidatur zur Präsidentenwahl, denn als Parteichef könnte er nicht kandidieren.

Die Anhänger der Republikaner sowie der anderen Rechts- und Mitte-Rechts-Parteien werden im November darüber entscheiden, wer für die Konservativen bei der Präsidentenwahl 2017 antritt. Er oder sie werden dann voraussichtlich gegen Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National und dem Sozialisten Francois Hollande antreten.

Sarkozy kann sich nicht in dem Vorausscheid zur Wahl stellen, wenn er Parteipräsident ist. Er muss das Amt spätestens zwei Wochen vor dem Meldeschluss am 9. September niederlegen. “Dieser Nationalrat wird mein letzter als Präsident der Republikaner sein”, sagte Sarkozy auf einer Veranstaltung der Partei.

Er plädierte zugleich für einen fairen Wettbewerb zwischen den Bewerbern der Konservativen. Sie würden an zwei Fronten kämpfen müssen, auf der linken Seite und an der extrem rechten. “Daher ist es inakzeptabel, dass wir uns gegenseitig attackieren”, sagte Sarkozy. Einer seiner Kontrahenten ist der frühere Ministerpräsident Alain Juppe.

(SDA)


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