Sauber droht eine Millionenklage

Adrian Sutil will vom Sauber-Rennstall 3,5 Millionen Franken
Adrian Sutil will vom Sauber-Rennstall 3,5 Millionen Franken © KEYSTONE/EPA/VALDRIN XHEMAJ
Dem Hinwiler Rennstall Sauber droht eine Millionenklage. Das Zürcher Obergericht hat die Rechtsöffnung des deutschen Rennfahrers Adrian Sutil für rechtmässig erklärt. Das geht aus einem Urteil vom 5. Januar hervor.

Der ehemalige Sauber-Fahrer Adrian Sutil, der jetzt bei Williams als Testfahrer engagiert ist, pocht auf einen Vertrag und verlangt von Sauber über 3,5 Millionen Franken. Sauber hatte die Zahlung abgelehnt und dem Deutschen schlechte Leistungen angelastet. So sei er bei einem Rennen 2014 mit einer Strafe und Rückversetzung belegt worden. Er habe auch durch eine Fehlmanipulation den Motor abgewürgt und weisungswidrig das Fahrzeug verlassen. Ausserdem kritisierte der Rennstall, der Pilot habe mündlich Sponsorengelder für rund 40 Millionen Franken zugesichert, die Zusage aber nicht eingehalten. Zudem habe Sutil den Rennstall an einer Pressekonferenz desavouiert.

Sauber blitzt ab

Die Argumente verfingen beim Zürcher Obergericht nicht. Die Richter liessen – im Gegensatz zum Bezirksgericht Hinwil – die Rechtsöffnung zu. Sauber muss Sutil eine Prozessentschädigung von 10’000 Franken bezahlen.

Sutil sass bis Ende der Saison 2014 im Sauber-Cockpit, wurde aber ab der Saison 2015 trotz eines Vertrags nicht mehr weiter beschäftigt. Wie auch Testfahrer Giedo Van der Garde, mit dem sich der Hinwiler Rennstall nach einer Klage in Australien aussergerichtlich geeinigt hat.

(sda/red)


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