Mit Biertrinken 10’000 Franken verdient

Saufen für den Frieden. Die Verbindungsleute spenden über 10'000 Franken ans Rote Kreuz.
Saufen für den Frieden. Die Verbindungsleute spenden über 10'000 Franken ans Rote Kreuz. © Studentenverbindung Glanzenburger
Jeder Liter zählt. Die Zürcher Studentenverbindung Glanzenburger hat die Aktion “Saufen für den Frieden” ins Leben gerufen. Über 100 Liter Bier und 10’000 Franken brachte das Crowdfunding-Projekt den Initianten ein. Das Geld geht an die Friedensförderung.

Mehr Krüge, weniger Kriege und Bier statt Bomben fordern die Glanzenburger Verbindungsleute. Unter diesem Motte sammelten Sie mit Crowdfunding in weniger als 100 Tagen über 10’000 Franken. Pazifisten durften der Verbindung, für zehn Franken pro Deziliter, Bier spendieren. Vom Herrgöttli, über den Humpen bis zum Fass konnte alles gespendet werden. Als Dankeschön gibt es Urkunden, T-Shirts oder eine Einladung an den Event.

“Wir tun das, was wir am besten können”

Für die Verbindung eine Win-Win-Situation. Die Glanzenburger dürfen Bier trinken und können gleichzeitig eine grössere Summe dem Roten Kreuz spenden. Verbindungspräsident, Martin Fussen sagt dazu scherzhaft: “Frösche über die Strasse tragen schien uns zu anstrengend. Und Socken stricken für Menschen in Not scheitert an unseren Strickkenntnissen. Deshalb haben wir beschlossen. Wir tun das, was wir am besten können. Wir trinken Bier.”

Fussen führt den Erfolg auch auf das grosse Medienecho zurück. “Die Spenden seien sowohl von Unbekannten als auch von Freunden der Verbindung gekommen”, erklärt Fussen. Die Verbindung will die 10’000 Franken dem Schweizerischen Roten Kreuz spenden.

Besäufnis soll nicht ausarten

Die Glanzenburger sind überzeugt, dass Wohltätigkeit nicht langweilig sein muss, sondern auch Spass machen kann. Die Bierspende von hundert Litern soll im August an einem Grossanlass getrunken werden. Bedenken, der Anlass könne in ein wüstes Besäufnis ausarten, ist nach Meinung der Verbindung unbegründet.

Obwohl das Sammelziel bereits erreicht ist, läuft das Crowdfunding noch bis zum 8. Juni. (red.)


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